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Intralogistik Stagnierender Umsatz und wachsender Export

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Wie eine Pressemitteilung des im VDMA organisierten Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik zeigt, steht unter der Umsatzrechnung 2014 für die deutschen Fördertechnik- und Intralogistikanbieter ein leichtes Minus von 1 %. Während die gesamte Branche stagniert, konnten die Hersteller von Flurförderzeugen ein Rekordjahr verbuchen.

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„Gemessen an den Rahmenbedingungen kann man mit dem Ergebnis in Summe zufrieden sein“, sagt Wilfried Neuhaus-Galladé, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.
„Gemessen an den Rahmenbedingungen kann man mit dem Ergebnis in Summe zufrieden sein“, sagt Wilfried Neuhaus-Galladé, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.
(Bild: VDMA)

„Der Umsatz ist leicht hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Gemessen an den Rahmenbedingungen kann man mit dem Ergebnis in Summe jedoch zufrieden sein. Das Minus gilt auch nicht für alle Teilbranchen in gleichem Maße. Die Heterogenität der Branche spiegelt sich deutlich in der Geschäftsentwicklung wider“, erläutert Wilfried Neuhaus-Galladé, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.

Rekordjahr für Flurförderzeuge

Für die Flurförderzeuge war 2014 ein Rekordjahr. Ein Plus von 12 % beschert den deutschen Herstellern einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro. Krane und Hebezeuge – die größte Teilbranche – kommen 2014 auf 4,7 Mrd. Euro und damit auf knapp 5 % weniger als 2013. Die deutschen Hersteller von Stetigförderern halten mit einem Minus von 1 % ihr Vorjahresniveau von etwa 2,9 Mrd. Euro. Im Bereich Serienhebezeuge setzten die Hersteller vergangenes Jahr 2,5 Mrd. Euro um. Dass am Ende minus 10 % zum Vorjahr stehen, liegt vor allem daran, dass 2013 ein ausgesprochen gutes Jahr für dieses Marktsegment war. Neben der Fördertechnik werden zum Umsatz noch Logistiksoftware und Elektrische Automation mit 2,7 Mrd. Euro sowie Lagereinrichtungen mit 1,5 Mrd. Euro gerechnet. Auf Montagen, Installationen und Reparaturen entfallen 1,2 Mrd. Euro. In der deutschen Intralogistikbranche arbeiteten 2014 etwa 117.500 Beschäftigte und damit 1 % mehr als 2013. Verglichen mit den Vorjahren hat sich das Wachstum aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation etwas verlangsamt.

Unsichere Entwicklung

Die Entwicklung im laufenden Jahr ist dem Verband zufolge von vielen Faktoren abhängig: auf der einen Seite können politische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten auf den internationalen Märkten wie bereits 2014 in einigen Bereichen Wachstumsbremsen sein. Auf der anderen Seite sorgen der Ölpreisverfall, ein schwacher Euro sowie Niedrigzinsen aktuell für ein Anziehen der Wirtschaftskonjunktur. „Technologische Innovationen und zukunftssichere Lösungen sind weiter gefragt. Logistische Prozesse bieten branchenübergreifend für viele Unternehmen nach wie vor das größte Einspar- und Optimierungspotenzial. Deshalb sind wir für das laufende Jahr auch optimistisch, was die Umsatzentwicklung betrifft und gehen von zwei Prozent Wachstum aus“, betont Wilfried Neuhaus-Galladé.

2 % Wachstum für 2015

Nachdem der Export 2013 leicht rückläufig war, haben die deutschen Hersteller 2014 wieder um 2 % zugelegt. Mit einem geschätzten Exportvolumen von 13,2 Mrd. Euro hält Deutschland die Poleposition im Ländervergleich: keine andere Nation exportiert mehr Fördertechnik- und Intralogistiklösungen, so der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik. Hauptabnehmer waren 2014 – wie schon im Vorjahr – die USA, Frankreich und China. Das Exportvolumen in die USA konnte um 5 % auf 1075 Mio. Euro gesteigert werden. Nach Frankreich wurden Waren im Wert von insgesamt 874 Mio. Euro (plus 12 %) exportiert. China, 2013 noch rückläufig, hat vergangenes Jahr ebenfalls wieder mehr von deutschen Herstellern abgenommen. Knapp 746 Mio. Euro Exportvolumen und damit 2 % mehr ist die Bilanz. Ein Blick auf die internationale Entwicklung zeigt, dass das Weltexportvolumen – also die Gesamtsumme aller weltweit exportierten Waren im Bereich Fördertechnik und Intralogistik – zuletzt eher von Stagnation gekennzeichnet war. 2012 und 2013 stand es bei rund 69 Mrd. Euro, was sich auch auf den deutschen Export auswirkte. „Wenn man das bedenkt, stimmt die letzte Exportentwicklung aus deutscher Sicht zuversichtlich. Denn sie zeigt, dass die Nachfrage nach unseren Fördertechnik- und Intralogistiklösungen wieder steigt“, resümiert Wilfried Neuhaus-Galladé.

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