Weißrussland kauft in Künzelsau STAHL CraneSystems liefert Krantechnik für Hightech-Waggonwerk

07.01.2013

Für ein neues Waggonwerk hat STAHL CraneSystems 71 Hebezeuge nach Weißrussland geliefert.

Nahe der Hauptstadt Minsk baut das russisch-weißrussische Joint-Venture Osipovichi Wagon Works ein neues Werk für die Fertigung und Überholung von Tank- und Güterwaggons. Durch das 131 Mio. Dollar teure Projekt sollen rund 1.500 neue Arbeitsplätze in der Region Mahiljou entstehen. Bei der Ausschreibung setzte sich STAHL CraneSystems gegen Mitbewerber aus der Türkei und Russland durch.

 



Die angestrebte Produktionsleistung der gesamten Fabrik gibt Osipovichi Wagon Works mit zunächst bis zu 2.500 Güterwaggons und 2.000 Tankcontainern pro Jahr an. Später könne die Kapazität auf 3.500 Güterwaggons gesteigert werden. Diese Stückzahl soll den steigenden inländischen Bedarf decken und teure Importe überflüssig machen. Produktionsüberschüsse will das Unternehmen an Russland, weitere GUS-Staaten und die baltischen Staaten exportieren. Ein modernes Fertigungskonzept soll einen schnellen Modellwechsel ermöglichen, sodass die Produktion flexibel auf die Nachfrage reagieren kann.
Seit 1933 gibt es in Osipovichi ein Reparaturwerk für Eisenbahnwaggons. Die bestehende Werkstatt wurde nun komplett saniert, auf dem Gelände entstehen außerdem fünf hochmoderne Werkshallen für die Fertigung von Güterwaggons und Transporttanks.
Im Herbst 2011 – nach Fertigstellung des Stahlbaus – montierte das Minsker Unternehmen Autosbitzaptschast die ersten Krane. Insgesamt umfasste der Auftrag 36 Zweiträgerlaufkrane, sieben Einträgerlaufkrane und einen Hängekran. Die Krane wurden unter anderem bei den süddeutschen Kranbauern Innokran und Haslinger gefertigt, die komplette Krantechnik-Ausstattung mit 71 Seilzügen, 88 Krankopfträgern und den benötigten Steuerungen lieferte STAHL CraneSystems aus Künzelsau. Die Zweiträgerlaufkrane sind jeweils mit zwei Seilzügen bestückt – einem SH 60 mit 16 t – 20 t Tragfähigkeit sowie einem schnellen SH 40-Hilfshubwerk mit 5 t Tragfähigkeit.

Weißrussland ist seit dem Zerfall der Sowjetunion unabhängig, orientiert sich politisch und wirtschaftlich jedoch nach wie vor stark am großen Nachbarn Russland. Die Handelsbeziehungen des planwirtschaftlich agierenden Staates zu Deutschland sind eher schwach. So ist der große Auftrag an den deutschen Krantechnik-Experten STAHL CraneSystems umso höher einzuordnen. Ausschlaggebend war letztendlich die technische Überlegenheit der Hebezeuge sowie die international anerkannte, hohe Zuverlässigkeit der STAHL CraneSystems Produkte. Das Unternehmen aus Künzelsau setzte sich damit gegen Mitbewerber aus der Türkei und Russland durch.
Die Produktion der ersten Waggons startete planmäßig am 31.12.2011, die Bauarbeiten an den übrigen Werksgebäuden und Werkstätten dauern jedoch derzeit noch an. Durch den rasch wachsenden Industrie- und Bausektor entwickelt sich auch das Krangeschäft in Weißrussland sehr gut. Noch für 2012 sind weitere Aufträge für Anlagen in den Gebieten Brest, Minsk und Mogilev geplant.

STAHL CraneSystems bietet das umfangreichste Sortiment an Hebetechnik und Krankomponenten – beliefert werden Kran- und Anlagenbauer auf der ganzen Welt. Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 650 Mitarbeiter, 500 davon in Deutschland. Am Firmensitz in Künzelsau fließen die Erfahrungen aus über 110 Jahren Kranbau und das Wissen aus jahrzehntelanger Grundlagenforschung zusammen. Die hohe Fertigungstiefe am Standort Deutschland steht für qualitativ überragende Produkte – einer der Gründe für die gute Positionierung am Markt.
Eine Sonderstellung nimmt STAHL CraneSystems im Bereich der Spezialhebezeuge ein:
Mit modular aufgebauten Hebezeugserien und einer starken Engineering-Abteilung entwickelt das Unternehmen ausgereifte Lösungen fernab vom Standardmarkt. Auf dem Gebiet explosionsgeschützter Krantechnik ist STAHL CraneSystems seit langer Zeit unangefochtener Weltmarktführer.