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AIM und OPCF Standardisierung der Systemintegration bei Auto-ID angestrebt

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die OPC Foundation und der Industrieverband AIM arbeiten zusammen. Ziel ist, die Interoperabilitätsplattform OPC Unified Architecture auch für Auto-ID-Systeme nutzbar machen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird die Standards untersuchen und wo sinnvoll anpassen und erweitern.

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Markus Weinländer, Mitglied des AIM-Vorstands: „Die automatische Identifikation ist unverändert ein heißes Thema. Für die Fabrikautomation und die flexible Fertigung sind RFID und optische Codes unverzichtbare Hilfsmittel.“
Markus Weinländer, Mitglied des AIM-Vorstands: „Die automatische Identifikation ist unverändert ein heißes Thema. Für die Fabrikautomation und die flexible Fertigung sind RFID und optische Codes unverzichtbare Hilfsmittel.“
(Bild: AIM)

Der Industrieverband AIM repräsentiert das globale Netzwerk der AutoID-Experten. AutoID-Technologien umfassen Barcodes, zweidimensionale (2D) Codes, RFID, NFC, RTLS, Sensorik u.a. AutoID-Systeme sind notwendige Komponenten für die erfolgreiche Ausbreitung der vertikalen Integration der Produktions-linien und Materialfluss- und Logistikketten mit den führenden Softwaresystemen, die mit Kürzeln wie MES (Manufacturing Execution System) und ERP (Enterprise Resource Planning) bezeichnet werden. Nur wenn die automatische Identifikation (AutoID) zuverlässig funktioniert, können diese Unternehmensabläufe im Rahmen von Konzepten wie "Internet der Dinge" und "Industrie 4.0" sicher gesteuert werden.

OPC Unified Architecture (OPC-UA) soll für Auto-ID-Systeme nutzbar gemacht werden

Die OPC Foundation (OPCF) hat mit der Interoperabilitätsplattform OPC Unified Architecture (OPC-UA) für diese Integration in der Produktionssteuerung bereits richtungsweisende Arbeit geleistet. OPC-UA ist ein hersteller- und plattformneutraler sowie branchenübergreifender Kommunikationsstandard, der IT- und Automatisierungssysteme verbindet.

Die Zusammenarbeit von OPCF und AIM soll OPC UA auch für Auto-ID-Systeme nutzbar machen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird die Standards untersuchen und wo sinnvoll anpassen und erweitern. Weiterhin werden Prototypen und Demonstratoren entstehen. Ergebnis wird eine öffentlich zugängliche Dokumentation mit Umsetzungsempfehlung sein. Die Unterstützung und Mitarbeit weiterer Anwender und Anbieter ist willkommen.

Automatische Identifikation bleibt ein heißes Thema

Markus Weinländer, Leiter des Produktmanagements für RFID und optische Codes bei Siemens in Nürnberg und Mitglied des AIM-Vorstands, betont: „Die automatische Identifikation ist unverändert ein heißes Thema. Für die Fabrikautomation und die flexible Fertigung sind RFID und optische Codes unverzichtbare Hilfsmittel. Die Reader dafür werden heute noch herstellerspezifisch mit den führenden Softwaresystemen verbunden. Ziel der Kooperation zwischen der OPC Foundation und AIM ist es, dafür einen herstellerübergreifenden Standard zu schaffen, um Auto-ID-Systeme schneller und kostengünstiger installieren und integrieren zu können.“

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