Fachforum E-Class Standardisierung mit E-Class senkt Kosten und erschließt neue Kunden

Redakteur: Peter Steinmüller

Wie die Standardisierung der Stammdaten die Wertschöpfung verbessern kann, war Thema des Fachforum E-Class während der Messe E-Procure & Supply in Nürnberg. Auf der gemeinsamen Veranstaltung von E-Class e. V. und BME-Net präsentierten Experten Praxisbeispiele sowie die Ergebnisse und Angebote von E-Business-Initiativen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

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So schilderten Thomas Hesse und Frank Scherenschlich, wie die Standardisierung der Stammdaten nicht nur die Prozesse vereinfacht, sondern auch neue Kundenpotenziale erschließt. Hesse wollte als Geschäftsführer des Werkzeughändlers Heinz Hesse in Wuppertal mit dem Umstieg auf die beiden Standards E-Class und Proficlass dafür sorgen, dass seine zehn Mitarbeiter der Informationsflut Herr werden und so die Stellung seines Unternehmens als Bindeglied zwischen Herstellern und Händlern stärken. Frank Scherenschlich als Geschäftsführer der Class-Ing Ingenieur-Partnerschaft in Borchen unterstützte ihn dabei.

E-Class vermeidet Wust an Datenformaten

Bis zur Umstellung hatten die Hersteller ihre Produktinformationen in den unterschiedlichsten Formaten von der Excel-Datei bis zum Fax geliefert. Die Händler forderten wiederum das Bereitstellen anderer Datenformate, etwa des Katalogaustauschformats BME-Cat.

Vom hohen Aufwand für die Vereinheitlichung der Daten entlasteten sich Hesse und Scherenschlich zumindest teilweise, in dem sie an die Hersteller Excel-Dateien mit vorgegebenen Spalten- und Zeilenbezeichnungen verschickten, in die die Empfänger ihre Produkte nach den Klassikationsstandards eintrugen. Den Erfahrungen von Thomas Hesse zufolge wirkten die meisten Hersteller bereitwillig beim Ausfüllen mit, weil der deutsche Markt für sie so wichtig ist.

Medienneutrale Produktdatenbank durch E-Class ermöglicht

Kern des neuen Systems bei Heinz Hesse ist eine medienneutrale Produktdatenbank, aus der sowohl der gedruckte Katalog wie jener im Internet erzeugt wird, auf den registrierte Händler unmittelbar zugreifen können. Laut Thomas Hesse konnten über den Online-Katalog bereits Kontakte zu Interessenten aus Osteuropa geknüpft werden, die die Möglichkeiten zum Online-Einkauf nutzen möchten.

Einen typischen Fehler nannte Frank Scherenschlich, dass der Aufwand für die Datenerfassung „wie in solchen Projekten üblich“ unterschätzt worden sei. Auch die parallele Verwendung zweier Standards sei unwirtschaftlich. Namhafte Lieferanten hätten sich deshalb geweigert, die Daten in zwei Formaten anzuliefern.

Geschäftsstelle von E-Class bietet Unterstützung

Thomas Einsporn, Leiter der Geschäftsstelle von E-Class in Köln, stellte auf dem Fachforum die Serviceangebote seiner Organisation vor. Sie bietet beispielsweise eintätige Workshops in den Unternehmen an, für die Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern nur eine Eigenbeteiligung von 250 Euro zahlen. Als Ergebnis dieser Einstiegsberatung erhält das Unternehmen eine individuelle Checkliste für das Vorgehen bei der E-Class-Einführung.

Einsporn formulierte das Ziel der Standardisierung: „Eine gemeinsame Sprache im Internet nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Maschinen.“ Dazu gehöre auch die Integration bestehender deutscher Branchenstandards unter dem E-Class-Dach. Bei Baustoffen ist man Einsporn zufolge weit gekommen: Hier genüge es oft, bei Google die E-Class-Nummer einzugeben, um eine Liste von Lieferanten zu erhalten.

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