Energieeffizienz

Staplerantriebe zwischen Hype und Wirklichkeit

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Bei der Antriebstechnikwahl kommt es auf den Kunden an

Neue Antriebstechniken müssen sich daran messen lassen, dass sie den Kundennutzen weiter erhöhen. Und die Forderungen der Kunden werden immer vielschichtiger. Sie betreffen vor allem

  • die Energieeffizienz,
  • die Emissionsfreiheit,
  • kurze Tankzeiten,
  • hohe Reichweiten,
  • eine positive CO2-Bilanz und vor allem
  • niedrige Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO).

Hybridantrieb und Brennstoffzelle noch nicht wirtschaftlich

Und hier scheidet sich die Spreu vom Weizen der in der aktuellen Diskussion befindlichen Antriebstechniken. Hybrid- und Brennstoffzellenantriebe erfüllen zwar die Forderung nach kurzen Tank- beziehungsweise Ladezeiten und verbessern die CO2-Bilanz, sieht man aber auf die Gesamtkosten, sind diese Techniken aber in der Anwendung für den Kunden nicht wirtschaftlich. Bei der Brennstoffzelle ist trotz steigender Energiepreise in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass diese Technik den Sprung in die Wirtschaftlichkeit schafft.

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Die Energiepreise werden weiter steigen, während neue Techniken in den Kosten sinken. Das gilt insbesondere für Lithium-Ionen-Akkus, sollten diese zukünftig in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Wenn die Kosten durch die Produktion in automatisierter Fertigung signifikant sinken, dann können die Lithium-Ionen Akkus ihre Vorteile zukünftig gegenüber dem Bleiakku voll ausspielen:

  • dreifache Speicherkapazität bei gleichem Gewicht,
  • höhere Ströme und damit Spitzenleistungen bei gleicher Größe,
  • besserer Wirkungsgrad bei Ladung und Entladung,
  • kürzere Ladezeiten,
  • eine deutlich höhere Anzahl an Lade-/Entladezyklen,
  • höhere Ausschöpfung der Kapazität möglich – Bleibatterien werden in der Regel nur zu 80% entladen, danach bricht die Spannung ein und die Lebensdauer wird stark reduziert.

Lithium-Ionen-Technik wird zur Alternative von Bleiakkus

Die Kombination der Lithium-Ionen-Technik mit effizienten elektrischen Antrieben kann so zunächst in kleineren Geräten, bei entsprechender Kostenentwicklung auch nach und nach bei großen Geräten eine wirtschaftliche Alternative zu dem herkömmlichen Bleiakkumulator werden. Wann das genau sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht beantwortet werden. Dies ist sehr stark von der weiteren Entwicklung in der Automobilindustrie abhängig.

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