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Logistikinfrastruktur Stau am brasilianischen Hafenkai – 54 Milliarden dringend nötig

| Redakteur: Robert Weber

Die brasilianischen Sojabauern können in diesen Tagen eine Rekordernte feiern. Doch Infrastrukturprobleme und knappe Logistikkapazitäten bremsen die Party in Südamerika aus. Dazu kommen Streiks in den Häfen. Die Lkw stauen sich kilometerlang vor dem Kai.

Am Hafen von Santos stauen sich die Lkw. Die Sojaernte wird nur schleppend verladen. Der Hafen von Santos verfügt über 13 km Kaimauer und hat eine Hafennutzungsfläche von 780 ha. Der Hafen besitzt 59 Schiffsliegeplätze.
Am Hafen von Santos stauen sich die Lkw. Die Sojaernte wird nur schleppend verladen. Der Hafen von Santos verfügt über 13 km Kaimauer und hat eine Hafennutzungsfläche von 780 ha. Der Hafen besitzt 59 Schiffsliegeplätze.
(Bild: Claus Bunks unter CC BY-SA 3.0-Lizenz, wikicommons)

Im Hafen von Santos geht es mit der Verladung der Ernte nur schleppend voran. Wartezeiten von bis zu 60 Tagen, kalkulieren Analysten bereits ein, berichtet das Fachmagazin „Agrar Heute“. Brasilien ist nach den USA der zweitgrößte Exporteur von Soja. Zu den Streiks kommt dazu: Es mangelt an Transport- und Lagermöglichkeiten für das Soja. Die Transportkosten stiegen laut dem Magazin um 20 bis 50 %. Dabei will Brasilien in Sachen Logistik durchstarten.

Brasiliens Logistik braucht Geld

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Präsidentin Dilma Rousseff will umgerechnet 54 Mrd. Euro in die Logistikinfrastruktur des Landes investieren, berichten Medien. Die Politikerin will ihr Land reicher, stärker und moderner und wettbewerbsfähiger machen, heißt es. In einem Standortranking des Marktforschungsinstituts „Transport Intelligence“ konnte Brasilien die Bronzemedaille gewinnen (mehr hier). Schlechte Straßen und fehlende Schienenverbindungen bremsen das Wachstum Brasiliens, so die Analysten. Transporte sind zu teuer und dauern zu lange. Die Medien berichten: Logistikexperten zufolge brauchen Lieferungen in Brasilien über dieselbe Distanz doppelt so viel Zeit wie in China.

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