Logistik-IT

Steht der Server, steht auch der Container

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Während in vielen Unternehmen die zentralen Applikationen auf diese Weise gut gesichert sind, laufen die meisten der nicht ganz so kritischen Anwendungen auf Windows-Servern oder auch auf Linux-Systemen; letztere sind vor allem im Bereich der Web-Server populär. Unternehmenskritisch sind hier vor allem die Exchange-, Datenbank- und Fileserver, in vielen Fällen auch Sharepoint- oder Blackberry-Server.

Speichervirtualisierung zur Absicherung kritischer Server

Eine nahe liegende Maßnahme zur Absicherung solcher Server ist oft der Einsatz von Speichervirtualisierung. Mit dieser Technologie lassen sich Snapshots beliebiger Laufwerke sehr schnell erstellen und verteilen. Durch die Replikation der Snapshots an unterschiedlichen Orten lässt sich mit diesem Ansatz eine sehr wirkungsvolle Disaster/Recovery-Strategie umsetzen. Eine Alternative dazu ist die Spiegelung des kompletten Storage Area Networks (SAN) – wodurch beispielsweise Recovery Point Objectives von 30 min zuverlässig erreicht werden können.

Bildergalerie

Ein virtualisiertes Failoverkonzept erhöht die Verfügbarkeit der Systeme deutlich, hat aber auf der anderen Seite durchaus Schwachstellen. Speichervirtualisierung benötigt an allen Standorten redundante Hardware – eine Anforderung, die die Kosten für Disaster Recovery mit dieser Technologie schnell in die Höhe treibt.

Replikation der Daten in Echtzeit kann in vielen Fällen genügen

Die SAN-Spiegelung hat dazu noch eine vergleichsweise geringe Reichweite und setzt Fibrechannel im Netzwerk voraus. Dadurch ist dieser Ansatz für viele, aber sicher nicht alle Szenarien geeignet, gegen die sich ein Unternehmen durch ein Disaster/Recovery-Konzept schützen möchte. Auch erfordert nicht jede Anwendung ein so aufwändiges Sicherheitskonzept.

In vielen Fällen genügt die Replikation von Daten in Echtzeit, wobei je nach Anwendungsfall einer oder mehrere Quellserver auf ebenfalls einen oder mehrere Zielserver repliziert werden. Allerdings sollte man sich hier nicht auf die Replikationstools einzelner Applikationen verlassen, die oft erhebliche Anforderungen stellen und schwer zu implementieren und zu verwalten sind. Zudem gibt es viele Applikationen, die keine Replikationsmechanismen zur Verfügung stellen, und diese müssten ohnehin nach wie vor auf andere Weise gesichert werden.

Generische Software-Replikation

Sollen Windows- oder Linux-Server unabhängig von der jeweiligen Applikation repliziert werden, benötigt man ein generisches Softwaretool wie etwa Double-Take von Vision Solutions. Diese Replikationssoftware installiert Treiber, die Schreibvorgänge des Betriebssystems abfangen und filtern, bevor diese an die Hardware weitergereicht werden. Auf diese Weise können Transaktionen transparent an den Zielserver übertragen werden, auf dem für eine Failoverlösung natürlich die gleichen Anwendungen laufen müssen.

Die generische Replikation ist nicht nur applikationsunabhängig, sondern ermöglicht auch die nachträgliche Implementierung der Replikation auf vorhandenen Servern. Da lediglich Schreibvorgänge auf Byteebene repliziert werden, ist das Verfahren für die Applikation völlig transparent – sie muss weder neu installiert noch modifiziert werden.

Zudem sinken die Anforderungen an die Bandbreite sehr deutlich, da etwa die Änderung von zwölf Bytes auf dem Quellserver lediglich die Übertragung eben dieser zwölf Bytes an das Zielsystem zur Folge hat anstelle der gesamten Datei. Das führt dazu, dass auch langsame Wan-Verbindungen für die Replikation genutzt werden können. In einer solchen Anordnung mit räumlich getrennten Quell- und Zielservern ist dann auch die schnelle Wiederaufnahme des Betriebes nach einer lokalen Katastrophe möglich.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:380255)