Bildverarbeitung

Stereo-3D-Kamera unterstützt Roboter beim Griff in die Kiste

Seite: 2/3

Firma zum Thema

Dabei wird jede Kiste von zwei stationär montierten Ensenso-Kameras beäugt. Im Gegensatz zu einer direkt am Roboterarm installierten Kamera hat dieser Aufbau zwei wichtige Vorteile. Zum Einen kann eine höhere Taktrate des Systems realisiert werden. Während aus der einen Kiste gegriffen wird, kann in der anderen Kiste die Objekterkennung schon wieder gestartet werden.

Einsatz mehrerer Kameras reduziert Abschattungen

Zum Zweiten lassen sich die Bilder verschiedener Ensenso-Kameras sehr einfach zueinander kalibrieren, denn die Kamerasoftware ist von vorneherein für den Mehrkamerabetrieb ausgelegt. Durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei oder mehr Kameras lässt sich eine Szene synchron von verschiedenen Seiten aufnehmen, wodurch Abschattungen reduziert und das Bildfeld erweitert werden.

Bildergalerie

Im Mehrkamerabetrieb liefert die N10-Software ebenfalls eine einzige 3D-Punktewolke, in der die Daten aller eingesetzten Kameras enthalten sind. Auch deren resultierende Genauigkeit kann durch die Anzahl der montierten Kameras nahezu beliebig skaliert werden. Außerdem ermöglicht die Ensenso-Software nicht nur die Kombination mehrerer Stereo-Kameras, sondern auch deren Einsatz in Verbindung mit herkömmlichen Industriekameras, beispielsweise um zusätzliche Farbinformationen oder Barcodes zu erfassen.

Außerdem übernimmt die Ensenso-Software die Steuerung der beiden CMOS-Sensoren und des Pattern-Projektors sowie die Erfassung und Vorverarbeitung der 3D-Daten. So wird ein Optimum aus Framerate und Bildqualität erreicht und der Auswerte-PC deutlich entlastet. Die Kamera ist für Arbeitsabstände von 260 mm bis 1400 mm und für variable Bildfelder konzipiert. Mit den angebotenen Brennweiten von 3,6 bis 16 mm lässt sich ein breites Entfernungs- und Größenspektrum abdecken.

Kamera erfasst stehende und bewegte Objekte mit einer Framerate von bis zu 30 Bildern/s

Im Gegensatz zu anderen 3D-Aufnahmeverfahren kann die Kamera sowohl stehende als auch bewegte Objekte mit einer Framerate von bis zu 30 Bildern/s erfassen. Trotz der beiden Sensoren und des eingebauten Projektors misst die sie nur etwa 150 mm × 45 mm × 45 mm und wiegt kaum 400 g. Mit dem robusten Aluminiumgehäuse und einem GPIO Connector für 12-24 V Hardware-Trigger, In- und Output ist sie für industrielle Einsätze gut gerüstet. Der 3-polige M8-Sensor/Actuator-Steckverbinder und der USB-Anschluss sind entsprechend verschraubbar ausgeführt.

(ID:42639014)