Supply Chain Management

Studie: Chemiebranche vergibt logistische Potenziale

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In der Studie haben Prof. Krupp und Prof. Suntrop fünf Hebel identifiziert, mit denen die Chemielogistik zur strategischen Komponente erweitert wird. Der erste Hebel beruht auf dem Konzept der „Total Cost of Ownership“ und der damit verbundenen Optimierung der Logistikkosten. Dazu müssen die Kosten der gesamten Lieferkette analysiert und das Supply-Chain- und Logistikmanagement in wichtige Entscheidungsprozesse integriert werden. Der zweite Hebel ist eine verbesserte Bilanzsteuerung durch die Freisetzung von Kapital, was durch den gezielten Einsatz von Just-in-Time-Lösungen und eine Reduzierung der Lagerbestände erreicht werden kann – bei innovativen Unternehmen gilt Logistikkompetenz als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.

Der dritte Hebel sind kluge Investitionen in eine logistische Infrastruktur, direkt oder über Dienstleister, sowie eine enge Zusammenarbeit mit Partnern, um so die Kapitalrendite zu steigern. Der vierte Hebel setzt beim Thema Sicherheit an, das für Chemieunternehmen oberste Priorität hat. Ein proaktiver Ansatz zur Standardisierung von Sicherheitsfragen entlang der gesamten, auch internationalen Lieferkette kann sich als langfristiges und profitables Unterscheidungsmerkmal erweisen. „Mit der Entscheidung für ein umfassendes Supply Chain Management inklusive einer Sicherheitsstrategie kann ein Vorstand seinem Unternehmen ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal verschaffen“, so die Studie. Der fünfte Hebel sind die richtigen Logistikleistungen für das jeweilige Produkt beziehungsweise die jeweilige Geschäftseinheit anzubieten, denn bei Standardmolekülen kommt es selten darauf an, wo oder von wem sie hergestellt werden. Differenzierte Dienstleistungen und Lieferketten jedoch, die genau auf den Bedarf des Kunden abgestimmt sind, sind ein Wettbewerbsvorteil, den Chemieunternehmen nutzen sollten.

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