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Lünendonk-Studie Technische Beratung vermehrt gefragt

Redakteur: Ulrike Gloger

München (ug) – Treibende Branchen für die Beschäftigung externer IT- oder Technologieberater sind heute zumeist Großunternehmen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Telekommunikation

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Michael Witte, Vorstand der Euro Engineering AG aus München: „In der Werkzeugproduktion kann ein Hinzuziehen externer Dienstleister schon ab geringen Projektvolumina lohnend sein.“ Bild: Zscheile
Michael Witte, Vorstand der Euro Engineering AG aus München: „In der Werkzeugproduktion kann ein Hinzuziehen externer Dienstleister schon ab geringen Projektvolumina lohnend sein.“ Bild: Zscheile
( Archiv: Vogel Business Media )

München (ug) – Treibende Branchen für die Beschäftigung externer IT- oder Technologieberater sind heute zumeist Großunternehmen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Telekommunikation sowie Maschinen- und Anlagenbau. Doch auch für kleinere Firmen kann das Outsourcing von Systementwicklung oder Projektmanagement lohnend sein.

Einen Überblick inklusive Ranking der führenden deutschen Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering-Services bietet jetzt erstmals eine neue Studie des Marktforschungsinstitutes Lünendonk, die jetzt in München vorgestellt wurde. Die Liste mit den 25 größten Anbietern kann unten heruntergeladen werden.

Die Studie zeigt: Business-to-Business-Dienstleistungen in Deutschland boomen. So stiegen die Inlandsumsätze der befragten Anbieter zwischen 2005 und 2006 um 11 % auf insgesamt 2,9 Mrd. Euro. Einsatzbereiche sind vor allem Elektronik, Elektrik und Automation, Konstruktion und Produktdesign, Forschung und Entwicklung sowie Systems Engineering.

Zu den bei Lünendonk gelisteten Dienstleistern gehört auch die Euro Engineering AG aus München, mit 85 Mio. Euro Umsatz (2006) einer der mittleren Player am Markt. „Ab welcher Unternehmensgröße sich ein Hinzuziehen externer Dienstleister lohnt, hängt ganz von der Branche ab“, sagt Michael Witte, Vorstand bei Euro Engineering, „in der Werkzeugproduktion kann dies schon ab sehr geringen Projektvolumina sinnvoll sein.“

Generell gilt: Je höher der Komplexitätsgrad und die Serienreife eines Produktes, desto eher wird Unterstützung von außen in Anspruch genommen. Durch die damit verbundene Reduzierung der eigenen Leistungstiefe gewinnen die Unternehmen vor allem an Flexibilität. Und auch das Projektrisiko lässt sich teilen. „Üblich sind heute Risk-Sharing-Modelle, bei denen das beauftragende Unternehmen und der Dienstleister spezielle Bonus-Malus-Regelungen vereinbaren, die auch Vertragsstrafen für den Dienstleister beinhalten können, wenn der das Projekt nicht wie geplant abschließt“, beschreibt Dr. Marianne Janik, Leiterin Business Development bei der ESG Elektroniksystem- und Logistik Gruppe aus München, die gängige Praxis.

Vor allem große Unternehmen stellen derzeit ihr Sourcing Management um. Der Umfang nach außen verlagerter Aufgaben nimmt zu, gleichzeitig wird die Zahl der Outsourcing-Dienstleister auf wenige strategische Partner reduziert. Frank Zscheile

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