Digitale Lieferkette

Thyssenkrupp optimiert seine Supply Chain

| Redakteur: Simone Käfer

Mit Desca will Materials Services seine Wertschöpfungskette intelligent und agil steuern.
Mit Desca will Materials Services seine Wertschöpfungskette intelligent und agil steuern. (Bild: Thyssenkrupp)

Thyssenkrupp Materials Services setzt eine flexible IT-Infrastruktur für seine Lieferkette ein. Mit Desca kann das Unternehmen sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette intelligent und agil steuern.

Desca (Digital Extended Supply Chain Accelerator) kann Millionen von Datensätzen zu Materiallieferungen, Kundenbestellungen, Auftragsbearbeitungen, Transportlogistik innerhalb von Sekunden verarbeiten und weiterleiten. So verkürzt Thyssenkrupp Materials Services mit der Software die Durchlaufzeiten von Aufträgen, optimiert die Lagerlogistik und ebnet den Weg für neuartige Supply-Chain-Services. Desca ist ein wichtiger Baustein in der strategischen Weiterentwicklung der Handelsparte.

Mit dem Ansatz „Materials as a Service“ will der Werkstoffhändler nicht nur den Zugang zu globalen Versorgungsmärkten gewährleisten, sondern gibt auch eigenes Prozesswissen in Form von maßgeschneiderten Supply-Chain-Lösungen an seine Kunden weiter. Damit setzt Materials Services neben dem Kerngeschäft des Werkstoffhandels konsequent auf den Ausbau des Dienstleistungsportfolios. „Wir sehen großes Wachstumspotenzial in dem Bereich der Supply-Chain-Services“, so Klaus Keysberg, CEO von Materials Services. „Industrie-4.0-Umgebungen wie Desca ermöglichen uns, die Komplexität in globalen Produktionsverbünden erheblich zu reduzieren. Hier setzen wir an und unterstützen unsere Kunden dabei, sich ganz auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren.“

Desca in der Vorreiterrolle im Luftfahrtsektor

Desca basiert auf SAP HANA. Im Vergleich zu herkömmlichen ERP-Systemen ermöglicht dieses Programm eine flexible Integration von Daten aus verschiedenen internen und externen Quellen. So lassen sich beispielsweise Auftragsinformationen mit den Bearbeitungsdaten aus dem vernetzten Maschinenpark abgleichen und künftig auch in Echtzeit abrufen, auch per App. Das ist insbesondere für Branchen mit hohen Anforderungen an eine flexible Supply Chain interessant, zum Beispiel für die Luftfahrtindustrie. Den ersten Praxiseinsatz absolvierte Desca deswegen in ausgewählten Aerospace-Niederlassungen von Thyssenkrupp in Nordamerika. „Die smarte Vernetzung von Daten ist der Schlüssel zu mehr Effizienz und Kundenservice. Mithilfe unseres neuen ERP-Systems schaffen wir dafür die technologische Voraussetzung“, sagt Patrick Marous, CEO von Thyssenkrupp Aerospace. Visualisierungen der Software zeigen relevante Daten auf einen Blick. „Desca zeigt uns über ein Dashboard an, was wir in den nächsten Stunden zu tun haben und hilft uns dabei, unser Steuerungsmodell konsequent in die Zukunft auszurichten“, so Marous.

ERP, KI und IIoT von und Thyssenkrupp

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive von Materials Services bildet Desca den Motor: Denn die Daten, die nun aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette im neuen ERP-System zusammenlaufen, sind das Futter für Alfred, die Anfang 2019 eingeführte, selbstentwickelte Künstliche Intelligenz des Werkstoffhändlers. Zudem kommuniziert Desca mit TOII, der IIoT-Plattform des Unternehmens, über die sämtliche Anlagen weltweit miteinander vernetzt werden.

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