Spedition

Tortechnik mit Schenker nach Brasilien

| Redakteur: Bernd Maienschein

Die Schenker Deutschland AG fliegt Tortechnik von Goalcontrol nach Südamerika.
Die Schenker Deutschland AG fliegt Tortechnik von Goalcontrol nach Südamerika. (Bild: DB Schenker)

DB Schenker Sportsevents sorgt dafür, dass beim anstehenden Confed Cup in Brasilien Tore 100%ig erkannt werden können. Die Technik dazu, die per Luftfracht nach Lateinamerika geht, stammt vom deutschen Unternehmen Goalcontrol.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat das Unternehmen Goalcontrol aus dem nordrhein-westfälischen Würselen zum offiziellen Lieferanten der Torlinientechnik für den diesjährigen Confed Cup in Brasilien ernannt. DB Schenker Logistics transportiert, verzollt und liefert die Tortechnik pünktlich in den Stadien an. Sechs komplette Sets mit jeweils 14 Hochgeschwindigkeitskameras samt Rechnerschrank, IT-Equipment, Kabeln, Montagezubehör bis hin zum Fußball inklusive Ballpumpe transportierten die Experten der Schenker Deutschland AG von Deutschland per Luftfracht in die sechs Stadien (Belo Horizonte, Recife, Brasilia, Salvador, Rio de Janeiro, Fortaleza). Dort wurde die Technik, pro Sendung und Technikset etwa 25 m³ Fracht, aufgebaut und installiert.

Erprobungen bei Testspielen ließen wenig Zeit

Dirk Broichhausen, Geschäftsführer von Goalcontrol, erklärt das System so: „Bei der neuen Torlinientechnik wird die Position des Balles kontinuierlich in drei Dimensionen erfasst. Sobald der Ball die Torlinie komplett überquert hat, sendet die zentrale Auswertungseinheit in weniger als einer Sekunde ein verschlüsseltes Signal an die Empfängeruhr des Schiedsrichters.“

Für die Logistiker von DB Schenker stellte der enge Zeitrahmen eine besondere Herausforderung dar: „Zum Teil hatten wir lediglich neun Werktage von der Sicherung der Frachtkapazitäten, Abholung in Würselen bis zur Anlieferung im brasilianischen Stadion, inklusive der Flug- und Zollformalitäten. Schließlich sollte die Technik bereits bei Testspielen vor Ort in den Stadien erprobt werden", sagt Christian Schultze, Leiter DB Schenker Sportsevents, Schenker Deutschland AG.

Passagiermaschinen nehmen Tortechnik huckepack

„Da es keine direkten Frachtmaschinen nach Rio gibt, mussten wir das gesamte Volumen auf Passagierflügen unterbringen“, verdeutlicht Schultze. Auch für die Anlieferungen in Brasilien mussten noch große Distanzen zurückgelegt werden. Von Rio ging es zum Beispiel noch ins 2800 km entfernte Fortaleza. Insgesamt rund 140 m³ Transportgut hat DB Schenker sicher bis ans Ziel gebracht.

Der Confed Cup 2013 dient als Testlauf für die im nächsten Jahr stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft und wird vom 15. bis zum 30. Juni 2013 ausgetragen.

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