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Automobillogistik Toyota rüstet Logistik für nächsten Big Bang

| Redakteur: Robert Weber

Der japanische Autobauer Toyota hat Konsequenzen aus dem Erdbeben und der Atomkatastrophe für seine Supply Chains gezogen. Die Neuaufstellung des Materialflusses, der Produktionslogistik und der Wertschöpfungskette soll bis zum Herbst dieses Jahres erfolgt sein.

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Der Autobauer will seine widerstandsfähige Lieferkette bis Herbst fertigstellen, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“. Der Anspruch der Japaner: Ihre Supply Chain muss sich nach einem schweren Erdbeben innerhalb von zwei Wochen regenerieren, heißt es in dem Bericht. Nach dem Beben vom 11. März 2011 und der anschließenden Atomkatastrophe hatten japanische Autobauer bis zu sechs Monate mit negativen Auswirkungen auf ihre Supply Chain zu kämpfen. Die Produktion wurde heruntergefahren oder sogar gestoppt.

Toyota-Zulieferer sollen Produktion ausdehnen

Shinichi Sasaki, Executive Vice President bei Toyota, verriet der Nachrichtenagentur, dass man die Supply Chain seiner mehr als 500 direkten Lieferanten in Japan abgebildet habe und dabei feststellen musste, dass 300 Zulieferer im Single Sourcing von bis zu 1000 Teilen in einem geografisch riskanten Gebiet produzieren.

Um im Notfall schneller reagieren zu können, will man die Zulieferer auffordern, die Produktion auf mehrere Standorte auszudehnen oder zusätzlich Teile auf Lager zu nehmen. Eine weitere Option sei, Teile von anderen Suppliern zu kaufen, erklärte Sasaki der Nachrichtenagentur.

Risiken steuern und Kosten senken

Doch Toyota macht nicht nur Druck auf seine Zulieferer. Die Autobauer bemühen sich zukünftig um die Konsolidierung ähnlicher Teile, heißt es. „Unser Plan ist es, Risiken zu steuern und gleichzeitig die Kosten zu senken“, wird der Toyota-Mann zitiert. Toyota bemühe sich, innerhalb von vier Jahren mehr gemeinsame Teile für etwa die Hälfte seiner 4000 bis 5000 Komponenten zu entwickeln.

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