MDE Tragbare Systeme bieten Effizienz durch Flexibilität

Autor / Redakteur: Alexander Honigmann / M. A. Benedikt Hofmann

Von jeher dreht sich der Betrieb von Warenlagern und Verteilzentren um drei zentrale Anforderungen: Effizienz, Produktivität und Genauigkeit. Angesichts konstant steigender Versandvolumen und der Nachfrage nach Same-Day-Delivery stehen Logistikunternehmen nun vor einer gewaltigen Herausforderung: Wie können ihre Mitarbeiter die zeitlich knapp kalkulierten Arbeitsabläufe weiter beschleunigen, um dem Bedarf gerecht zu werden?

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Zu den Vorteilen der Wearables gehört, dass Sie die Mobilität der Mitarbeiter verbessern.
Zu den Vorteilen der Wearables gehört, dass Sie die Mobilität der Mitarbeiter verbessern.
(Bild: Zebra Technologies)

Die Antwort: moderne Technologie. Häufig nutzen Warenlager und Verteilzentren zur Datenerfassung noch immer Mobilgeräte aus dem letzten Jahrhundert, da diese robust sind und nach wie vor solide Ergebnisse liefern. Der Nachteil: Sie sind schwer, klobig und die Bedienung der veralteten grünen Benutzeroberflächen ist umständlich. Das bremst den Arbeitsfluss und kostet wertvolle Zeit – im Verlauf einer Schicht kann sich das im Vergleich mit einem neuen Mobilcomputer auf bis zu eine Stunde summieren, wie Praxistests von Zebra Technologies zeigten. Der Technologiesektor gerät oft in den Verdacht, ungerechtfertigte Hypes zu erzeugen oder zu befeuern. In der Intralogistik allerdings findet derzeit tatsächlich ein signifikanter Wandel statt. Die Fortschritte bei drahtlosen Netzwerken, Ortungstechnologien, Big-Data-Analyse und Mobilgeräten schieben die Lagerlogistik kräftig an und sorgen für deutlich verbesserte Arbeitsabläufe.

Mehr Mobilität mit Wearables

Ein neuer Trend kristallisiert sich dabei heraus: tragbare Mobilgeräte, auch Wearables genannt, zur Datenerfassung und -anzeige. Dazu gehören insbesondere Datenbrillen, Headsets, Ringscanner und Armterminals. Eine Kombination dieser Geräte ermöglicht auch die Nutzung von Augmented-Reality-Funktionen, etwa für die Bestandsverwaltung.

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Ein erster offensichtlicher Vorteil der Wearables ist die verbesserte Mobilität der Mitarbeiter. Sie müssen Scanner, Tablet oder Mobilcomputer nicht mehr festhalten und können mit freien Händen agieren. Der Tragekomfort der Wearables und ihr geringes Gewicht sorgen dabei für eine angenehmere Handhabung, beispielsweise in der Kommissionierung und dem Wareneingang. Dank verbesserter Scan Engines funktionieren die Scanner sowohl im Nahbereich als auch aus größerer Distanz: Neue Ringscanner bieten eine Reichweite von bis zu 4,5 m. Darüber hinaus steigt der erfassbare Winkel auf bis zu 60° über und unter Normalstellung – Flexibilität und Effizienz der Mitarbeiter werden dadurch erhöht.

Die Anweisungen direkt aufs Ohr

Sprachgesteuerte Kommissionierung beginnt langsam, den Logistikmarkt zu erobern. Der Warehouse Vision Report von Zebra Technologies besagt, dass 72 % der fast 1400 befragten Logistikexperten davon ausgehen, dass ihr Unternehmen bis 2020 sprachgesteuerte Kommissionierungslösungen einführen wird. Wearable-Lösungen arbeiten mit einer Sprachsteuerung oder auch multimodal, also einer Kombination aus Sprachsteuerung und Touchscreen-Nutzung. Die Mobilcomputer der neueren Generationen sind in der Regel mit einem Betriebssystem wie Android ausgestattet, mit dem die Mitarbeiter bereits durch die private Nutzung ihrer Smartphones vertraut sind. Dadurch können sie die intuitive Handhabung schneller erlernen und die Fehleranfälligkeit sinkt.

Mit kombinierten Wearable-Lösungen können ganze Arbeitsabläufe als Anleitungen aufgezeichnet werden, die im laufenden Betrieb als Echtzeitanweisung dienen. Dadurch finden sich neue Mitarbeiter schneller in die Arbeitsprozesse ein – und das ist gerade für die Lagerlogistik entscheidend, da sie in Spitzenzeiten auf saisonale Arbeitskräfte setzt.

Dabei sind Wearables in der industriellen Umgebung der Lagerlogistik anspruchsvollen Bedingungen ausgesetzt: Staub, Lärm, wechselnde Beleuchtung. Die Mitarbeiter sind darauf angewiesen, dass ihre Geräte trotz dieser Widrigkeiten einwandfreie Ergebnisse liefern. Jede Komponente benötigt eine hohe Fallfestigkeit, die Scanner brauchen eine hohe Scantoleranz, um auch schlecht gedruckte oder beschädigte Barcodes lesen zu können, die Qualität von Sprachausgabe und -aufzeichnung muss selbst bei Lärm klar verständlich bleiben. Vom Touchscreen wird der Schutz gegen das Eindringen von Staub und Wasser erwartet, gleichzeitig aber eine gute Lesbarkeit auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

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Alle relevanten Informationen im Blick

Eine sinnvoll zusammengestellte Komplettlösung von Wearables ermöglicht den Mitarbeitern im Lager eine völlig neue Art zu arbeiten: schneller, genauer, komfortabler. Mit Datenbrille oder Headset können sie jederzeit auf die wichtigsten Informationen sofort zugreifen. Der Mobilcomputer im Armterminal ist per WLAN mit einer zentralen Datenbank verbunden, die Daten sind stets auf dem neuesten Stand.

Wohin also führt uns dieser Weg? Das Internet der Dinge, die Vernetzung aller wichtigen Systeme, Geräte und Dinge, sorgt für Transparenz in der gesamten Lieferkette, vom Wareneingang über den Transport bis zur Auslieferung. Wearables multiplizieren diese Vorteile noch, indem sowohl die Mitarbeiter der Lagerlogistik als auch die Fahrer der Logistikdienstleister schnell und sicher alle relevanten Daten erfassen können. Sie bleiben dank des geringen Gewichts sowie der Handlichkeit der Technik stets flexibel, wodurch ihre Produktivität und Effizienz steigt.

Repair- und Visibility Services sorgen darüber hinaus für eine dauerhafte Einsatzfähigkeit der Geräte. Die Services erzeugen Transparenz über Alter, Zustand, Software, Auslastung sowie etliche weitere wichtige Faktoren – das ermöglicht die optimale Nutzung der Geräte. ■

* Alexander Honigmann ist Leiter des technischen Vertriebes DACH Region bei Zebra Technologies in 40472 Düsseldorf. Tel. (02 11) 60 16 06-0, germany@zebra.com

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