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Fördertechnik Tragrollentest unter Einsatzbedingungen

Wie viel Energie eine Gurtförderanlage benötigt, hängt unter anderem von den Tragrollen ab, über die der Fördergurt gleitet. Drei Jahre Entwicklungsarbeit und Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben einen einzigartigen Prüfstand für solche konventionellen und angetriebenen Tragrollen von Gurtförderanlagen ermöglicht.

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Der Prüfstand für Tragrollen am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) verfügt über eine Klimakammer, die Tragrollenprüfungen unter einsatznahen Bedingungen ermöglicht.
Der Prüfstand für Tragrollen am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) verfügt über eine Klimakammer, die Tragrollenprüfungen unter einsatznahen Bedingungen ermöglicht.
(Bild: IPH )

Der innovative Tragrollen-Prüfstand des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH verfügt über eine Klimakammer, die Temperaturen von -40 bis 60 °C ermöglicht. Die Ingenieure können so das Laufverhalten von Tragrollen unter extremen Umweltbedingungen einsatznah prüfen, immer mit dem Ziel, den Energieverbrauch von Gurtförderanlagen spürbar zu senken.

Kosten sparen, Umwelt schonen

Ein und dieselbe Tragrolle kann sich, je nach Einsatzgebiet, völlig anders verhalten: Auflast und Umgebungstemperatur haben Einfluss auf den Laufwiderstand. „Wir wollen Tragrollen deshalb unter möglichst realistischen Bedingungen testen“, so IPH-Projektleiter Ake Kriwall. Die Tragrollen können auf seinem Prüfstand mit bis zu 10 Kilonewton belastet werden, was ungefähr der Gewichtskraft einer Tonne entspricht. Dass der neue Prüfstand neben konventionellen auch angetriebene Tragrollen prüfen könne, sei einzigartig. Derzeit würden Gurtförderer von wenigen, leistungsstarken Motoren angetrieben. Würden einige Tragrollen motorisiert, ließe sich die Kraft gleichmäßiger verteilen, der Energiebedarf ginge zurück.

Außerdem würde weniger Platz für den Antrieb benötigt. „Zurzeit werden angetriebene Tragrollen noch erforscht und nicht in der Praxis eingesetzt“, sagt Kriwall. „Wir wollen die Entwicklung beschleunigen. Dazu gehört auch, die Tragrollen realistisch zu prüfen.“

Auch angetriebene Tragrollen lassen sicha uf dem neuen Prüfstand des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) testen.
Auch angetriebene Tragrollen lassen sicha uf dem neuen Prüfstand des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) testen.
(Bild: Niklas Viola/IPH )

Das Ergebnis der dreijährigen Entwicklungsarbeit der IPH-Ingenieure komme der Wirtschaft zugute – nämlich allen Unternehmen, die Tragrollen nutzen würden. Sie könnten in Zukunft Tragrollen unterschiedlicher Fabrikate unter einsatznahen Bedingungen prüfen lassen und diejenigen auswählen, die für ihren Einsatzzweck die besten Laufeigenschaften aufweisen würden. Damit ließe sich der Energieverbrauch von Förderanlagen deutlich senken. Das spare Kosten und schone die Umwelt.

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