Suchen

Verpackungslogistik

Transportverpackungen schicken Kraftpakete sicher auf Reisen

Seite: 3/3

Firma zum Thema

Gesteuert und kontrolliert werden die Warenströme bei allen Projekten mit „Spot“, einer unternehmensintern entwickelten Logistiksoftware für die Losteilabwicklung, die die weltweite Transparenz und Kontrolle der Güter zu jeder Zeit und an jedem Ort ermöglicht. „Bei Problemen schlägt das System sofort Alarm. Denn fehlende Teile können den Aufbau der Anlage erheblich verzögern und zusätzliche Kosten verursachen“, so Hafenchef Erich Staake.

Verpackungslogistiker kümmert sich um genaue Dokumentation

Wie wichtig eine genaue Dokumentation und eine durchgehende Transparenz sind, wird am Beispiel der Zementfabrik besonders deutlich. Denn die zu verpackenden Komponenten wurden aus verschiedenen Standorten in Deutschland und Italien im Seehafen Antwerpen zusammengeführt und von dort aus gebündelt zunächst nach St. Petersburg transportiert. Die Fahrzeit für die rund 1400 Seemeilen lange Strecke durch Nordsee, Kattegat, Ostsee und Finnisches Meer beträgt rund fünf Tage. „Die größte Herausforderung“, so Erich Staake, „bestand darin, den durch das Wetter bestimmten Zeitplan exakt einzuhalten.“

Bildergalerie

Für den Weitertransport der Komponenten innerhalb Russlands per Binnenschiff kamen nur die wenigen Sommermonate in Betracht, in denen die Wasserwege nicht zugefroren sind. Entsprechende Anforderungen musste auch das Verpackungsmaterial erfüllen. Drei Binnenschiffe, 16 Seeschiffe und mehr als 650 Lkw waren erforderlich, um die komplette Zementfabrik nach Suchoi Log zu verlegen. Voraussichtlich Ende 2010, Anfang 2011 soll die Anlage dort ihren Betrieb aufnehmen.

VTS übernimmt auch Verpackungslogistik für Düngemittelfabrik

Für die Uhde GmbH, Dortmund, eines in der Planung und im Bau von Chemie- und Industrieanlagen weltweit führenden Ingenieurunternehmen, verpackte und transportierte VTS rund 40000 Frachttonnen für eine mehr als 250 Mio. Euro teure Düngemittelfabrik nach Ägypten. Hauptversandhafen für die 7000 Kolli, in denen rund 39000 Losteilpositionen verpackt waren, war mit mehr als 65% Verschiffungsanteil ebenfalls Antwerpen.

Weitere Sendungen steuerte VTS von Rotterdam, Porto Marghera/Venedig, Genua, Carrara, Bari, Chioggia, Livorno, Nagoro, Bilbao, Castellón, Tarragona, Hamburg, New York und Zeebrugge nach Alexandria. Für Heavy-Lift-Komponenten wie einen 37 t schweren Gaswäscher – eine wichtige Komponente in der zugehörigen Granulieranlage – mit den Abmessungen 13 m × 7 m × 7 m nutzte VTS den Seehafen Abu Qir, 20 km nordöstlich von Alexandria.

Ein 96 t schwerer und über 20 m langer Wärmetauscher, der zu dieser Anlage gehört, gelangte in einer Antonow von Bergamo aus an den Bestimmungsort. Um den Kräften bei Start und Landung standzuhalten, wurde der Koloss in der Maschine auf neun Transportsätteln mit 24 Ketten und sechs Stahl-Längsträgern befestigt.

Verpackungslogistiker haben weiterhin gute Aussichten

Unter anderem wegen der dynamischen Wirtschaftsentwicklung im asiatischen Raum gehen Experten davon aus, dass die Exporte der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden.

„Wenn Deutschland den Rang als Ausrüster der Welt behält, wird der asiatische Markt sicher einer der aufnahmefähigsten sein“, betont Dr. Ralph Wiechers vom VDMA. „Und das“, ist Erich Staake überzeugt, „wird sich auch auf die Aufträge an die Verpackungslogistiker auswirken.“ Allein im vergangenen Jahr erreichte der Umsatz mit Verpackungsdienstleistungen nach Angaben des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung rund 330 Mio. Euro. 74 Mio. Holzpaletten wurden produziert, die aneinandergelegt zwei Mal um die Erde reichen würden.

(ID:265790)