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30.05.2022

ESD - Die unsichtbare Gefahr

ESD-Schäden sieht man nicht, selten sind es Einzelfälle und häufig treten sie immer an der gleichen Stelle auf. Statistiken zeigen, dass ca. 25% der als defekt reklamierten Bauteile einen ESD-Schaden aufweisen.

Was ist eigentlich ESD?

ESD (engl. Electro Static Discharge) bedeutet elektrostatische Entladung und bezeichnet den plötzlichen Ladungsaustausch, wenn sich zwei leitenden Objekte mit unterschiedlichen Ladungen (+/-) begegnen. Besonders für elektronische Bauteile, Platinen oder Geräteanschlüsse ist ESD gefährlich, da es unbemerkt einen Schaden verursachen kann.

Wie entsteht ESD?

ESD entsteht durch den Ladungsaustausch zwischen zwei Objekten mit entgegengesetzten Spannungspotenzialen. Hervorgerufen wird ESD z.B., wenn unterschiedliche Materialien aneinander gerieben oder voneinander getrennt werden. Wir alle haben bereits so eine elektrostatische Entladung gespürt. Das passiert u.a., wenn wir über einen Teppich laufen und dann etwas berühren oder durch Reibung an nicht leitfähiger Kleidung (z.B. aus Synthetik oder Wolle). Im Alltag erzeugen wir durch unsere Bewegungen und Arbeit ständig statische Elektrizität. Wir sind praktisch die ganze Zeit elektrisch geladen, ein einfaches Vermeiden ist nicht möglich. Sobald wir elektrisch geladen sind und ein leitendes Objekt berühren, entlädt sich die Ladung in den Objekt und verursacht einen „elektrischen Schlag“.

Wie stark kann ESD Bauteile beschädigen?

In vielen Fällen treten ESD-Schäden auf, ohne dass sie bemerkt werden. Wir Menschen nehmen eine elektrostatische Entladung unter 3.000 Volt nicht wahr. Elektronische Bauteile können aber bereits ab 30 Volt nachhaltig beschädigt werden, besonders empfindliche Bauteile auch schon ab 5 Volt. Hier lauert die Gefahr im Produktionsprozess – Sie können an einem Bauteil arbeiten, ohne zu bemerken, dass es bereits einen ESD-Schaden hat. Manche ESD-Schäden werden erst erkannt, wenn das fertige Produkt beim Kunden ist.

Herkömmliche Bauteile können durch 100-200 Volt beschädigt werden, die empfindlichsten sogar bereits ab 5 Volt.


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