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Versicherungsschutz Triftige Gründe für den Abschluss einer Warentransportversicherung

| Redakteur: Claudia Otto

Der Transport von Waren ist immer mit Gefahren verbunden. Egal ob Sie eigene Fahrzeuge oder Dienstleister einsetzen, die Güter können beschädigt, zerstört werden oder verloren gehen. Eine Versicherung schützt vor den Folgen.

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Ein Unfall beim Warentransport ist schnell passiert. Ein passender Versicherungsschutz federt nicht nur finanzielle Folgen entstandener Schäden ab. (Bild: HDI-Gerling)
Ein Unfall beim Warentransport ist schnell passiert. Ein passender Versicherungsschutz federt nicht nur finanzielle Folgen entstandener Schäden ab. (Bild: HDI-Gerling)

Beim Transport lauern viele Gefahren: Kriminalität, Klimaänderungen, Piraterie. Im kombinierten Verkehr nehmen die Umladevorgänge und damit die Beanspruchung der Transportgüter zu. Folgende sieben Gründe zeigen, warum eine Warentransportversicherung nötig ist.

Warentransportversicherung schützt auch vor Vermögensschäden

Denn ein passender Versicherungsschutz mildert nicht nur die finanziellen Folgen entstandener Schäden. Ein Sachschaden kann einen Vermögensschaden anrichten. Dieses Risiko kann eine Warentransportversicherung abdecken.

Transportunternehmen haften für Schäden an transportierten Gütern nach gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen. Diese Haftung ist aber in der Höhe und im Umfang begrenzt, sodass für viele Transporte im Schadensfall nur unzureichender Ersatz geleistet wird. Für die Differenzen steht entweder der Versender oder der Empfänger im Risiko.

Warentransportversicherung zahlt auch, wenn Spediteure und Frachtführer nicht haften

Die Warentransportversicherung leistet bis zum tatsächlichen Warenwert. Auch bei Gefahren, für die Spediteure und Frachtführer nicht haften, wie bei höherer Gewalt oder einem Raubüberfall, greift die Warentransportversicherung.

Zwischen Verkäufer und Käufer einer Ware werden als Teil der kaufvertraglichen Vereinbarungen auch die Kosten für den Transport und die Gefahrtragung festgelegt. Im nationalen und internationalen Handel werden viele Vereinbarungen auf Basis vorformulierter Standardklauseln getroffen. Diese Verträge können auch die Verpflichtung zur Eindeckung einer Transportversicherung für eine der Vertragsparteien beinhalten.

Bei internationalen Transporten unter Vereinbarung der CIF-Klausel (cost, insurance, freight) beschränkt sich der vorgeschriebene Versicherungsschutz auf Schäden während der Seereise. Bei dieser Lieferbedingung besteht eine gebrochene Gefahrtragung, denn der Gefahrübergang liegt innerhalb der Transportkette.

Durchgängiger Versicherungsschutz mit Warentransportversicherung

Ist der Schadensort nicht eindeutig zu identifizieren, kommt es zu Streit zwischen allen Vertragsparteien. Die Warentransportversicherung bietet einen durchgehenden Versicherungsschutz und führt im Interesse des Versicherten die Regresse gegen die Verursacher durch.

Waren und Schiff bilden im Seeverkehr eine Schicksalsgemeinschaft. Kommt das Schiff in schwere See oder läuft auf Grund und es müssen Teile der Ladung zur Rettung des Schiffes aufgegeben werden, haften Reeder und Ladungseigentümer gemeinschaftlich für den entstandenen Schaden (Havariegrosse). Obwohl die Waren des Versenders nicht beschädigt wurden, kommt es zu finanziellen Ansprüchen. Der Transportversicherer ersetzt alle nach der Transportversicherungspolice versicherten Havarie-grosse-Aufwendungen und -Kosten.

Eine optimale Transportversicherung bietet außer maßgeschneidertem Versicherungsschutz auch Schadensprophylaxe, Abwehr von unbegründeten Ansprüchen, Verladeüberwachung, Fahrtroutenempfehlung und Verpackungsberatung.

* Helge Stümpel ist Experte für Transportversiche-rungen bei der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG in 30659 Hannover

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