Automatisierung/Robotik

Tünkers Maschinenbau feiert 50jähriges Jubiläum

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Ende der 60er entstand aus dem Kontakt zu Ford, Köln, der Einstieg in die Automobilindustrie. Entwickelt wurde ein mit Druckluft betätigter Kniehebelspanner, der die bis dahin üblichen Handspanner ersetzte. Der patentierte Spanner war ein erster wichtiger Automationsbaustein, mit der die Karosseriefertigung in der Automation, rationalisiert wurde. Die Spanner entwickelten sich zu einem weiteren wichtigen Standbein der Tünkers-Gruppe.

Autokrise führt zu Neupositionierung

Der Zusammenbruch des Marktes der Kranfahrzeughersteller verbunden mit dem plötzlichen Ausstieg des wichtigsten Kunden Faun führte dazu, dass die Unternehmensstrategie in Frage gestellt wurde. Es wurde deutlich, dass die Abhängigkeit von einem Kunden bzw. einem Markt langfristig die Existenz des Unternehmens bedrohen konnte.

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Auch als Reaktion auf diesen Einschnitt wurde in den kommenden Jahren das Ziel verfolgt, das Unternehmen stabiler auf mehrere Standbeine, mit mehreren Produktsegmenten unterschiedlichster Branchen zu stellen.

Die Erträge aus der positiven Entwicklung der Pneumatikspanner für die Automobilindustrie wurden in der Folge dazu genutzt, neue Produktsegmente zu erschließen. 1975 gelang über den Erwerb der Sparte Anleim- und Kaschiermaschinen von der Firma Jagenberg der Einstieg in die Papierverarbeitung. Später wurde dieses Produktsegment durch den Zukauf der Kaschieranlagen der Firma Karma erweitert und bildete zu diesem Zeitpunkt eine wichtige neue Säule des Unternehmens.

Einstieg in die Medizintechnik mit Behindertenrollstühlen

Durch den Kontakt zur Bauindustrie gelang der Einstieg in den Bereich des Tiefbaus mit Vibrationsrammen. Fast gleichzeitig entstanden das Produktsegment Elektrorollstühle aus der Kooperation zu Ratinger Behinderten. Die Expansion machte die Anmietung weiterer Räumlichkeiten im Ratinger Stadtgebiet erforderlich, so zunächst an der Lintorfer Straße und später am Voisweg.

Die räumliche Zergliederung an insgesamt drei Standorten führen Ende der 70er Jahre zu der Überlegung, die verschiedenen Produktsegmente an einem Standort in Ratingen zusammenzufassen.

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