Mergers & Acquisitions

Übernahmen in der Logistikbranche werden teurer

| Redakteur: Benedikt Hofmann

In den letzten sieben Jahren hat sich das Bild, welche Branche für M&A als attraktiv oder unattraktiv angesehen wird, kaum gewandelt.
In den letzten sieben Jahren hat sich das Bild, welche Branche für M&A als attraktiv oder unattraktiv angesehen wird, kaum gewandelt. (Bild: Miebach Consulting)

Die Situation bei Firmenübernahmen (Mergers & Acquisitions) in der deutschen Logistikwirtschaft ist gekennzeichnet durch hohe Preise und internationale Interessenten. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung von Miebach Consulting in Kooperation mit der DVZ hervor.

Demnach schätzt rund ein Drittel der Befragten die aktuellen Preise als hoch (21 %) oder sehr hoch (11 %) ein. Lediglich 18 % als gering und 2 % als sehr gering. Preistreiber könnte das zunehmende Interesse ausländischer und hier vor allem asiatischer Käufer sein, so das Unternehmen. Übernahmen werden der Studie zufolge nicht als Alternative angesehen, um anstehende Entwicklungsaufgaben des Unternehmens schnell zu bewältigen. Dies gilt für IT-Herausforderungen wie Digitalisierung, 3D-Druck oder Big Data ebenso wie für die Weiterentwicklung des Serviceportfolios.

„Trotz eines relativ hohen Preisniveaus hat der Markt seit 2013 wieder deutlich zugelegt. Dabei ist das Suchmuster der potenziellen Käufer über die Jahre hinweg überwiegend stabil“, so Studienleiter Dr. Klaus-Peter Jung über die Ergebnisse. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Übernahme sind die finanzielle Performance des Zielunternehmens und der Know-how-Erwerb weiterhin zwei wesentliche Kriterien. Grundsätzlich, so stellt die Studie laut einer Pressemitteilung fest, trauen sich Dienstleister heutzutage auch die Übernahme von Firmen zu, die bezüglich Mitarbeiterzahl und Umsatz größer sind als sie selbst. In den letzten sieben Jahren hat sich das Bild, welche Branche für M&A als attraktiv beziehungsweise unattraktiv angesehen wird, kaum gewandelt. An der Spitze stehen nicht mehr Unternehmen der Automotivebranche, die auf Platz drei abgerutscht ist, sondern aus dem Sektor Chemie/Pharma. Auf Platz zwei liegen After-Sales-Services. Transportdienstleistungen wie See- und Luftfracht sowie Sondertransporte haben ebenso an Attraktivität gewonnen, rangieren aber deutlich hinter komplexen Kontraktlogistikangeboten.

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