Verpackungen Umsatz bei Schumacher Packaging wächst um mehr als 50%

Redakteur: Claudia Otto

Der Umsatz der Schumacher Packaging Unternehmensgruppe, mittelständischer Hersteller für maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe mit Sitz in Ebersdorf, ist von 220 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 340 Mio. Euro im Jahr 2010 gestiegen.

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Allein durch die Übernahme der Polpak-Gruppe in Polen hat sich der Umsatz von Schumacher Packaging um rund 80 Mio. Euro erhöht. Bild: Schumacher Packaging
Allein durch die Übernahme der Polpak-Gruppe in Polen hat sich der Umsatz von Schumacher Packaging um rund 80 Mio. Euro erhöht. Bild: Schumacher Packaging
( Archiv: Vogel Business Media )

Björn Schumacher, einer der Leiter des inhabergeführten Familienunternehmens, begründet den Erfolg so: „Für unser Umsatzplus von mehr als 50% gibt es zwei zentrale Gründe: zum einen ein organisches Wachstum um rund 20% und zum anderen einen rund 30-prozentigen Umsatzanstieg durch zwei große Akquisitionen.“

Zum 1. Januar 2010 hat das Unternehmen die Wasgau Packaging in Hauenstein übernommen und im August des Jahres die polnische Polpak-Gruppe, einen der größten privaten Verpackungshersteller in Polen. Allein durch die Polpak-Übernahme habe sich der Umsatz um rund 80 Mio. Euro erhöht. Auch die Mitarbeiterzahl in der Gruppe sei entsprechend gewachsen: von 1.300 im Jahr 2009 auf mehr als 2000 im Jahr 2010.

Wachstum in schwierigem Marktumfeld

„Die Finanz- und Wirtschaftskrise schlug in der Verpackungsindustrie mit einer gewissen Verspätung zu“, berichtet Schumacher. „ Nachdem 2009 zunächst die Verkaufspreise drastisch gefallen waren, explodierten 2010 zudem die Rohstoffpreise.“ Gerade vor dem Hintergrund dieses Negativtrends habe sich Schumacher Packaging sehr gut behauptet. „Nach dem Umsatzwachstum auf 340 Mio. Euro im vergangen Jahr dürfen wir uns heute als einen der größten privaten Hersteller von Voll- und Wellpappe betrachten“, so Schumacher.

Verpackung von Lebensmitteln und Elektronikgeräten

Als internationaler Hersteller ist das Unternehmen auch auf allen wichtigen zentraleuropäischen Märkten präsent, in Deutschland und seinen Nachbarländern ebenso wie in Osteuropa und bis nach Skandinavien. Interessant sei die osteuropäische Präsenz auch wegen der dortigen Produktion von Elektronik-Geräten, vom Flatscreen-TV bis zum Laptop.

„Mehr und mehr Geräte aus der schnelllebigen Elektronikbranche werden in Osteuropa zusammengebaut und müssen auch dort verpackt werden“, berichtet Schumacher. „Der Vorteil für diese Hersteller ist, dass sie sich wesentlich näher am europäischen Markt befinden und darum ihre Produkte deutlich schneller in die hiesigen Märkte bringen können, als wenn sie in Asien produzierten.“

18 Mio. Euro in neuen Standort investiert

Aber auch durch eigene Neubautätigkeiten hat Schumacher Packaging seine Kapazitäten vergrößert: so ist das Nürnberger Schumacher Werk von Oktober 2010 an in eine neue, weit größere Anlage im oberfränkischen Forchheim umgezogen. Schumacher hat an dem neuen Standort 18 Mio. Euro investiert und auf dem 65.000m² großen Gelände eine jährliche Produktionskapazität von rund 25.000 t Vollpappe-Kartonagen geschaffen.

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