Lagerautomatisierung

Unitechnik realisiert neues Logistikzentrum für Insta Elektro

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Im Hochregallager bevorratet Insta Elektro unter anderem sehr große und sperrige Waren. Die Kommissionierzone befindet sich auf der untersten Ebene des Lagers.
Im Hochregallager bevorratet Insta Elektro unter anderem sehr große und sperrige Waren. Die Kommissionierzone befindet sich auf der untersten Ebene des Lagers. (Bild: Unitechnik)

Insta Elektro, ein Hersteller von Hausinstallations- und Beleuchtungstechnik, hat seinen Hauptstandort in Lüdenscheid um ein neues Hochregallager und ein automatisches Kleinteilelager erweitert. Die Wahl des Generalunternehmers für den Logistikbereich fiel auf Unitechnik. Das grundlegende Konzept wurde im Vorfeld vom externen Planungsbüro Integral entwickelt.

„Innovations for Light and Building“ – dafür steht Insta Elektro seit mehr als 42 Jahren. Mit seinen rund 500 Mitarbeitern entwickelt und fertigt das international aufgestellte Unternehmen hochwertige Baugruppen, Systeme und Technologien für die Gebäudetechnik. Darüber hinaus gehören zum Produkt- und Leistungsspektrum des Elektrospezialisten LED-Leuchten und Steuerungen für die moderne Architekturbeleuchtung. Seine Produktion hat Insta Elektro an seinem Firmensitz in Lüdenscheid zentralisiert. Die Lagerung der Materialien war bis vor ein paar Jahren allerdings auf drei weitere Niederlassungen verteilt. Um Kapazitäten zu bündeln, wurde dieses Konzept überarbeitet.

Heute befindet sich am Hauptstandort neben der umfangreichen Produktion auch die gesamte Bevorratung der diversen Elektroteile und -komponenten. Ein Konzept, das nicht nur Vorteile, sondern auch logistische Herausforderungen mit sich brachte: Aufgrund der ursprünglichen Standortstrukturen war Lagerfläche am Firmensitz rar. Die Materialien lagerten direkt im Produktionsumfeld. Eine zum Teil unübersichtliche Bevorratung und lange Zugriffszeiten hoben die eigentlichen Vorteile durch kurze Wege zwischen Lager und Fertigung wieder auf. Die Prozesssicherheit war dadurch gefährdet. Eine Einschränkung, die Insta Elektro nicht in Kauf nehmen wollte. Im Zuge der Integration eines Lean-Management-Konzeptes und der damit verbundenen Umstrukturierung in der Produktion entschied sich der Elektroexperte für die Erweiterung seines Standortes um ein automatisiertes Logistikzentrum. „Wir bevorraten für unsere Produktion viele wertvolle Waren mit unterschiedlichen Anforderungen. Ein effizientes Lagerkonzept, das ein sicheres Handling ermöglicht, ist für uns daher sehr wichtig“, erklärt Thorsten Monien, Head of Logistics bei Insta Elektro. „Ein weiterer Aspekt für den neuen Logistikbereich war die reibungslose und marktgerechte Versorgung unserer Fertigung. Diese sollte durch die Restrukturierung der Materialbevorratung wieder mehr Platz erhalten.“

Zahlreiche Elektroartikel erfolgreich bevorratet

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen in der Intralogistik und der hohen Lösungskompetenz entschied sich Insta Elektro im Rahmen seiner Standorterweiterung nach eigenen Angaben für Unitechnik als Generalunternehmer für die Logistik. Das grundlegende Konzept steuert das Planungsbüro Integral aus Dortmund bei. Für Unitechnik ein bekanntes Vorgehen. „Wir haben bereits früher mit dem Planungshaus zusammengearbeitet und waren daher sehr gut mit dessen Arbeit vertraut“, erklärt Michael Huhn, Vertriebsleiter bei Unitechnik. „Damit das Logistikzentrum in allen Punkten den Vorstellungen von Insta Elektro entsprach, haben wir während der ganzen Zeit sehr eng mit den Planern zusammengearbeitet.“

Mit Erfolg: Das neue Logistikzentrum erfüllt alle Anforderungen in Bezug auf eine effiziente und platzsparende Bevorratung vieler verschiedener Elektrokomponenten. Auf einer Grundfläche von 3500 m² wurde im Bereich des neuen automatischen Kleinteile- (AKL) und des neuen Hochregallagers (HRL) eine Steigerung der Lagerkapazität um rund 20 % im Vergleich zu früher erreicht. Um den Produktionsanforderungen von Insta Elektro optimal gerecht zu werden, wurden beide Bereiche außerdem so konstruiert, dass sie einen schnellen und reibungslosen Warenfluss garantieren. Nach der Wareneingangsabwicklung und einer umfassenden Qualitätskontrolle durch die Insta Elektro-Mitarbeiter gelangen neue Artikel über integrierte Paletten- und Behälterfördertechniken in die einzelnen Lagerbereiche. Die Zuordnung zu den Systemen folgt den Unternehmen zufolge einem simplen und effektiven Konzept. Sehr große Waren oder solche, die als Nachschub für das AKL dienen, lagern im HRL. Es ermöglicht auf zwei Gassen die Bevorratung von rund 2400 Paletten. Den Großteil seiner Artikel lagert Insta Elektro in seinem zweigassigen Kleinteilelager. Es bietet Raum für mehr als 27.000 Lagerplätze für Kunststoffbehälter mit den Maßen 300 × 400 mm und 400 × 600 mm. Die Verwaltung und Dokumentation der Lagerplätze im Logistikzentrum übernimmt Uniware 4.0, das Lagerverwaltungssystem (LVS) von Unitechnik. Dank des integrierten Materialflussrechners und der standardisierten SPS-Schnittstelle ermöglicht das LVS maximale Transparenz über die Bestände.

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