Auto-ID Unsichtbarer Helfer für die Retourenlogistik

Autor / Redakteur: Robert Weber / Jürgen Schreier

Barcodes und QR-Codes sind bekannt. Doch jetzt kommt der Touchcode auf den Markt. Er wird mit einer Druckmaschine auf Papier, Karton oder Folie gedruckt. Der Clou: Er ist unsichtbar und kann auch in der Logistik Identifikationsprozesse verbessern.

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Erste Anwender: Vor allem die Medienbranche interessiert sich für den Code. Aber auch in der Logistik sollen noch dieses Jahr erste Projekte starten. (Bild: Printechnologics)
Erste Anwender: Vor allem die Medienbranche interessiert sich für den Code. Aber auch in der Logistik sollen noch dieses Jahr erste Projekte starten. (Bild: Printechnologics)

Der Barcode machte den Anfang. Und dann kam Toyota mal wieder –das war ja klar: Die Japaner waren 1994 die Ersten, die einen sogenannten QR-Code für sich entwickeln ließen, um die Werkslogistik noch effizienter zu gestalten. Mittlerweile gehört der Code zum Alltag und spätestens seit moderne Smartphones die kryptischen Zeichen erkennen können, ist er auf vielen Produkten zu finden. Sein Vorteil: Er ist mit einer Kamera schnell gescannt und es stehen zusätzliche Informationen bereit.

Touchcode-Technik einfach mit bereits vorhandenen Apps oder nternetauftritt verbinden

Doch die Entwicklung der Codes ist noch nicht am Ende. Sie geht weiter. Printechnologics, ein Unternehmen aus Chemnitz, macht den Code jetzt unsichtbar und verspricht auch der Logistik neue Anwendungsmöglichkeiten. Ein unsichtbarer, gedruckter Datenspeicher – das ist Touchcode von Printechnologics.

Mit einer Standarddruckmaschine auf Papier, Karton oder Folie gedruckt, dient er als Schlüssel für digitale Inhalte und ist der Standard für die Kommunikation zwischen Offline und Online. Unternehmen können die Touchcode-Technik einfach und problemlos mit bereits vorhandenen Apps oder ihrem Internetauftritt verbinden.

Um die im Papier eingebetteten Daten zu lesen, genügt ein herkömmliches Smartphone oder ein Tablet mit einem Touch-Display, die bereits millionenfach verwendet werden. Der Anwender muss lediglich die App oder Unternehmenswebseite auf seinem Gerät öffnen und den im Printmedium integrierten Touchcode auf die Anzeige legen. Das Smartphone oder Tablet erkennt die Daten automatisch, lädt die Inhalte und stellt sie direkt auf dem Display dar. Mit dem gedruckten Datencode Touchcode lassen sich beliebige Printprodukte mit digitalen Inhalten verknüpfen.

Printechnologics etabliert zusammen mit 3M neuen Standard

Damit etabliert Printechnologics zusammen mit dem US-Konzern 3M einen neuen Standard für die Kommunikation zwischen Offline und Online und eröffnet einer Reihe von Anwendungsgebieten komplett neue Dimensionen, sind die Entwickler überzeugt. Der Hersteller nennt Stückkosten zum Bruchteil eines Cents. Zusätzlich ist der Code vollständig recycelbar.

Auch im Bereich Logistik sind Anwendungen denkbar. Was die Technologie im Gegensatz zu anderen Logistikanwendungen auszeichnet, ist die Massenkompatibilität. Touchcode ermöglicht durch die Nutzung millionenfach am Markt vorhandener Smartphones eine automatisierte Sendungsverifizierung und Transportverfolgung durch den Endkunden.

Auch Fälschungsschutz und Graumarkthandel im Fokus

Der Anwendungsfokus liegt hier ganz klar im Bereich Fälschungsschutz und Graumarkthandel, heißt es bei den Entwicklern. Auch in der Retourenlogistik sind Anwendungsfälle denkbar.

In diesem Fall eignet sich der Touchcode an der Stelle, an der Barcodes nicht mehr zu nutzen sind – beim Endkonsumenten. „Stellen sie sich vor, sie können durch die schlichte Berührung ihres Bestellscheins sofort innerhalb einer App die Retoursendung abwickeln. Auf die gleiche Weise kann man den Endkunden natürlich auch mit interaktiven Zusatzinformationen, etwa zum Sendungsverlauf oder der Retourenabwicklung, versorgen“, erklärt Sascha Voigt, der Mann hinter Printechnologics.

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