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Logistik-Studie Unternehmen agieren im SCM-Blindflug

Wenn es um ihre externe Lieferkette geht, nutzen viele Unternehmen Excel-Sheets anstatt auf automatisierte Prozesse zu vertrauen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter weltweit tätigen Herstellern. Darauf weist GT Nexus hin, Betreiber der weltweit größten claudbasierten SCM-Plattform.

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In der Transparenz von Lieferketten bestehen enorme Unterschiede.
In der Transparenz von Lieferketten bestehen enorme Unterschiede.
(Bild: GT Nexus)

Die Ursache sind laut Studie Uneinigkeiten zwischen den Supply-Chain-Management-(SCM-)Verantwortlichen und der IT-Abteilung. Die Unternehmen würden weiter in konventionelle Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Systeme investieren, obwohl die Beteiligten wüssten, dass diese Systeme keine Lieferkettentransparenz gewährleisten könne. Die von den US-amerikanischen Beratern von „Supply Chain Insights“ durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass viele Unternehmen trotz des verstärkten Trends zum globalen Outsourcing und der damit einhergehenden Notwendigkeit der Automatisierung externer Lieferkettenprozesse immer noch versuchen, den Austausch mit externen Handelspartnern mit Hilfe von Excel-Listen und Electronic-Data-Interchange-(EDI-)Verbindungen zu managen.

Lieferketten-Verantwortliche vor großen Problemen

„Lieferkettenprozesse hängen verstärkt von Handelspartnern und Transaktionen in der erweiterten Supply Chain ab. Aber die derzeitigen IT-Kapazitäten verlassen sich weitgehend auf EDI-Verbindungen und Excel-Sheets, was vollkommen unzureichend ist“, sagt Lora Cecere, CEO von Supply Chain Insights. „Über 50% der Unternehmen sehen IT-Ausgaben vorwiegend als Investitionen in Enterprise-Resource-Planning-Systeme, die zwar unternehmensinterne Prozesse automatisieren, nicht aber externe Netzwerk steuern können. Das stellt die Verantwortlichen im Lieferkettenmanagement vor große Probleme.“

Wichtige Erkenntnisse der Studie:

  • 97 % der befragten Unternehmen erkennen die Notwendigkeit von Agilität in der Lieferkette. Doch nur 37 % gaben an, ihre selbst gesteckten Ziele diesbezüglich zu erreichen.
  • Die durchschnittliche Bewertung der Bedeutung von Lieferkettentransparenz in Bezug auf externe Partner beläuft sich auf 82 %. Das Vertrauen in ERP-Systeme zur Schaffung von Transparenz in Lieferkettenprozesse über die Grenzen des einzelnen Unternehmens hinaus ist jedoch niedrig: 60 % der Befragten vertrauen darauf, dass ihr ERP-System Transparenz innerhalb des Unternehmens liefert. Nur 34 % der Befragten hingegen sind zuversichtlich, dass ERP-Systeme die erforderliche Transparenz in der Einbindung von Lieferanten- und Kundenprozessen schaffen können. Diese Differenz von 26 Prozentpunkten entspricht einem Vertrauensverlust von 43 %.
  • Die Transparenz der Lieferkette ist sehr begrenzt und das Sichtbarkeitsniveau in der erweiterten Lieferkette ist sogar nur etwa halb so hoch wie das innerhalb der Unternehmen. Die Lücke beträgt hier 54 %.

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