Digitale Transformation

Unterwegs im Truck der Zukunft

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Vernetzung hilft, Leerfahrten zu vermeiden

So erledigt Schneider, während sein Truck im Verbund fährt oder auf speziellen Autobahn-Fahrstreifen autonom agiert, Büroarbeiten. Schließlich wollen auch heute noch Ladungen bestätigt werden, vor allem, weil die Auftraggeber Lücken auf der Ladefläche in der jeweiligen Route schnell buchen. First come, first serve, heißt es, soweit das logistisch sinnvoll ist. Leerfahrten gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, und dafür muss man seinen Lkw immer mit den Dispositionen der verschiedenen Auftraggeber, aber auch mit den Be- und Entladestationen vernetzt haben.

Kaum zu glauben, dass damals – also zu Beginn des 21. Jahrhunderts – im Durchschnitt rund ein Drittel aller Lkw-Fahrten noch Leerfahrten waren. Manche Ineffizienzen machten die Transporte unnötig teuer. Auch der Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen waren deutlich höher. Zwar verrichten noch immer Dieselmotoren ihre Arbeit vor allem im Fernverkehr. Es werden aber klimaneutrale Kraftstoffe genutzt. Auch Elektro- und Brennstoffzellen-Trucks sind unterwegs. Heute sind die Speditionen vernetzt, Frachtbörsen sorgen für eine effiziente Verteilung der Güter.

In Innenstädten nur noch E-Mobile erlaubt

Thilo Schneider hat mittlerweile sein Ziel erreicht – einen großen Logistikumschlagplatz in der Nähe einer Metropole. Schon lange dürfen die Langstrecken-Lkw nicht mehr in Innenstädte fahren, hier sind nur noch E-Mobile im Verteilerverkehr und auf der letzten Meile erlaubt. Da er selbst in einer Großstadt lebt, weiß er dies zu schätzen. Die Luftqualität ist seither noch besser geworden – und Lärm verursachen die flüsterleisen Fahrzeuge schon längst nicht mehr.

Beim Durchfahren des Haupttores blinkt sein Display wieder auf: Verladestation 14 wird ihm zugewiesen. Er weiß, wenn er dort vorfährt, ist die Rampe frei, Wartezeiten gibt es keine. Da das Betriebsgelände großzügig angelegt ist, übernimmt er selbst das Rangieren, ein wenig Übung schadet ja nicht. Er könnte aber auch seinen Truck dem Leitsystem überlassen, so dass der Lkw selbständig vorfahren würde. Als er an der Verladestation ankommt, wartet bereits ein Servicefahrzeug auf ihn. Sein Lkw hat registriert, dass es bei der Ad-Blue-Zufuhr kleinere Ungenauigkeiten gibt und dies an die Spedition gemeldet. Der Service-Techniker schaut danach, während die Ladung in die Hallen transportiert wird. Seitdem kleinere Reparaturen oder Servicemaßnahmen wie Reifenwechsel zeitnah bei solchen Gelegenheiten durchgeführt werden, sind die Lkw seiner Spedition deutlich effizienter geworden, der Verschleiß wurde zudem geringer.

Im vernetzten Konvoi zum nächsten Auftrag

Während des vollautomatisierten Entladevorgangs checkt Schneider seine Mails. Er erfährt, dass er zurück auf die Autobahn fahren soll, nachdem er auch im Nachbarort Waren an Bord genommen hat. An der nächsten Raststätte ist ein Parkplatz für ihn reserviert, auf dem er die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit verbringen wird. Anschließend geht es im vernetzten Konvoi mit ihm als Leitfahrzeug weiter.

Vieles, was Berufskraftfahrer Thilo Schneider im Jahr 2030 erlebt, können die Besucher der 66. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (22. bis 29. September 2016) schon heute erfahren. Die „New Mobility World logistics“ will Besuchern die Zukunft der Logistikbranche durch vier Präsentationsvarianten nahe bringen. Dazu zählen Vorführungen von Produkten, Services und Applikationen auf der Demonstrationsfläche „New Mobility World Live“, Guided Tours, Testfahrten mit Fahrzeugen sowie Kongresse mit Diskussionsforen und Ausstellungen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Schwesterportal konstruktionspraxis

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