Logistik-Software US-Armee nutzt Logistik-Software ohne Lizenz – 50 Mio. Dollar Entschädigung

Redakteur: Robert Weber

Auf der Website der amerikanischen Logistik-Softwareschmiede Apptricity wirbt das Unternehmen mit seinen Verträgen mit der US-Armee. Doch der Großkunde machte den Logistikern Probleme. Die Lizenzvereinbarungen wurden nicht eingehalten. Das Softwarehaus verklagte den Staat.

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Für seine Truppenverlagerung nutzte das US-Militär eine Logistik-Software. Allerdings erwarb der Staat nur wenige Lizenzen, setzte die Software aber trotzdem weltweit auf seinen Servern ein.
Für seine Truppenverlagerung nutzte das US-Militär eine Logistik-Software. Allerdings erwarb der Staat nur wenige Lizenzen, setzte die Software aber trotzdem weltweit auf seinen Servern ein.
(Bild: public domain, wikipedia.de)

Beide Parteien einigten sich auf eine Zahlung des US-Militärs an Apptricity von 50 Mio. Dollar. Das texanische Unternehmen schreibt Warehouse-Management- und Supply-Chain-Management-Software. Die Lösungen waren beim Militär sehr beliebt, um Truppenbewegungen in Echtzeit und die Nachschubversorgung zu organisieren. Gleichzeitig bietet es ein Tracking-und-Tracing-Modul an. Das System lief auf Rechnern im Nahen Osten und in anderen Operationsgebieten. Am Ende arbeiteten rund 100 Server und 9000 Datenträger mit der Software, heißt es in einer Pressemitteilung. Vereinbart waren zwischen den Vertragspartnern fünf Server und 150 mobile Devices.

Generalmajor i.R. will weitermachen

Das Unternehmen handelte und verklagte den Staat auf eine Entschädigung von 224 Mio. Dollar. Die Beziehungen zum US-Militär trübt der Prozess allerdings nicht ein. „Jetzt, da dieser Prozess hinter uns liegt, wird die Beziehung zwischen Apptricity und der Regierung weiter exponentiell wachsen“, sagt Tim McHale, Apptricity Senior Advisor. Sicher kein Zufall: McHale ist Generalmajor im Ruhestand.

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