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Containerverkehr US-Regierung verwirrt Logistikbranche

| Redakteur: Robert Weber

Im Überseecontainerverkehr sollte ab dem 1. März eigentlich alles noch sicherer werden. Ein vergrößerter Stahlkerndurchmesser bei Bolzenplomben von minimal 18 mm soll noch wirkungsvoller vor Manipulationen schützen. Die United States Customs and Border Protection (CBP) sorgt jetzt für Verwirrung.

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Ein vergrößerter Stahlkerndurchmesser von minimal 18 mm soll mehr Sicherheit im weltweiten Containerverkehr gewährleisten. (Bild: Ferrotec)
Ein vergrößerter Stahlkerndurchmesser von minimal 18 mm soll mehr Sicherheit im weltweiten Containerverkehr gewährleisten. (Bild: Ferrotec)

Grundlage ist die neue ISO 17712:2010, deren 1. Edition bereits am 1. September 2010 in Kraft getreten war und eine achtzehnmonatige Übergangszeit für alle nach altem Standard zertifizierten High Security Seals zusichert. Diese Frist läuft am 29. Februar 2012 aus. Inzwischen dürften die Logistikdienstleister ihre Siegelbestände umgestellt haben.

Sicherheitsstandards falsch kommentiert

Zum Ärger vieler Logistikteilnehmer stiftet jetzt ausgerechnet die United States Customs and Border Protection (CBP) große Unklarheit: Seit Mitte der sechsten Kalenderwoche verschickt die Zoll- und Grenzschutzbehörde der Vereinigten Staaten an alle C-TPAT-Partner eine E-Mail, in der der Geltungsbeginn des neuen, international verbindlichen Sicherheitsstandards falsch kommentiert wird. Ein Auszug: „To all C-TPAT Partners: Please be advised that effective March 1, 2012, the current International Organization for Standardization (ISO) mechanical seal standard (ISO/PAS 17712) will be replaced with a new ISO standard--ISO 17712:2010. C-TPAT understands that seals are costly, and companies are not expected to discard seals currently in stock. However, after companies have exhausted their current stock of high security seals, we recommend that they purchase seals which are compliant with the new ISO 17712:2010 standard.v“

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