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Kommissionierung Utz implementiert neue LVS in den laufenden Betrieb

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Im neun Jahre alten Logistikzentrum des Lebensmittelgroßhändlers Utz haben sich über die Zeit die Ansprüche geändert. Weil eine papierbehaftete Lagerführung nicht mehr zeitgemäß ist, hat sich Utz für die Lagerverwaltungssysteme (LVS) von Prologistik entschieden. In den nächsten Monaten wird die LVS PL-Store Foodline und die Pick-by-Voice-Kommissionierung eingeführt.

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Utz-Mitarbeiter werden mit Voice-Clients ausgestatt, durch die der Kommissionierer Arbeitsanweisungen erhält.
Utz-Mitarbeiter werden mit Voice-Clients ausgestatt, durch die der Kommissionierer Arbeitsanweisungen erhält.
(Bild: Prologistik)

Um seinen Mitarbeitern im Bereich der Kommissionierung die Arbeit zu erleichtern und die Abläufe im Lager insgesamt zu vereinfachen und effizienter zu gestalten, wird nun in eine automatisierte Lagerverwaltung und -steuerung investiert. „Wir wollen auf diesem Wege die Bestandssicherheit und Kommissionierqualität steigern und auch die Restlaufzeiten sowie die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) noch besser überwachen können“, sagt Geschäftsführer Rainer Utz. Grundlage dafür ist ein modernes Warehouse-Management-System oder auch Lagerverwaltungssystem (LVS). Geliefert und implementiert wird diese Lösung von dem Dortmunder Logistik-Systemhaus Prologistik.

„Pick-by-Voice“-Technik reduziert Arbeitsschritte

In den kommenden Monaten wird das LVS „PL-Store Foodline“, das bereits im Standard auf die Belange des Lebensmittelhandels zugeschnitten ist, auf die erweiterten, spezifischen Anforderungen von Utz-Lebensmittel angepasst. Im Mittelpunkt steht die Einführung einer beleglosen, sprachgestützten Kommissionierung. Zu diesem Zweck werden die Mitarbeiter mit sogenannten „Voice Clients“ ausgestattet. Eine Stimme führt sie dann Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Der Kommissionierer erhält hierbei Arbeitsanweisungen über einen Kopfhörer und bestätigt die Arbeitsschritte über ein Mikrofon. Gegenüber herkömmlichen Anwendungen bietet die Pick-by-Voice-Technik zahlreiche Vorteile: Arbeitsschritte werden reduziert und das Hantieren mit Papierlisten entfällt, sodass sich der Mitarbeiter ganz auf seine Arbeit konzentrieren kann und mögliche Fehlgriffe gegen Null tendieren.

LVS ermöglicht Parallelkommissionierung

Über das neue LVS wird auch eine Parallelkommissionierung möglich sein, bei der mehrere Kommissionierer gleichzeitig an einem Auftrag arbeiten. „Hierbei werden Waren für unterschiedliche Kunden in einer Kommissionierfahrt bereitgestellt und im Anschluss für einen Auftrag zusammengeführt“, sagt Stephanie Debus, Branchenvertrieb Foodline Prologistik. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf Sammelkommissionierung umzusteigen. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn Rückstände aufgelöst werden oder verschiedene Kunden viele Kleinstaufträge in das System eingeben, zum Beispiel Nachbestellungen. Die Waren werden dann auf Sammelpaletten bereitgestellt und über das LVS den jeweiligen Kunden zugeordnet.

Über das neue LVS werden das Ersatzartikel-Handling abgewickelt und die Anbindungen an die Kassensysteme der Convenience-Stores realisiert. Die Kommissionierung erfolgt unter anderem unter der Berücksichtigung von temperatur- und MHD-pflichtigen Artikeln sowie Bio-Waren und Saisonartikeln. Über die Software hinaus wird das Systemhaus Prologistik auch die erforderliche Hardware beisteuern. Dazu gehören neben den Pick-by-Voice-Clients auch Handwagen, die im Wareneingang zum Einsatz kommen sowie eigens von Prologistik entwickelte, leistungsstarke und robuste Terminals aus der Reihe „Pro-V-Pad Classic“ für die mobile Datenerfassung und -verarbeitung.

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