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Handhabung Vakuumhebegeräte zum sicheren Handling von Blechen

| Autor / Redakteur: Steffen Auer / Rüdiger Kroh

Für das Handling warm- und kaltgewalzter Bleche aus Nickellegierungen mit einem Gewicht bis 7,5 t werden Vakuumhebegeräte mit einer speziellen Saugplattenaufhängung eingesetzt. So wird ein materialschonender Transport der Bleche gewährleistet. Die Vakuumverrohrung ist in Edelstahl ausgeführt.

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Bild 1: Die Vakuumhebegeräte haben eine maximale Traglast von 50 t.
Bild 1: Die Vakuumhebegeräte haben eine maximale Traglast von 50 t.
(Bild: Aero-Lift)

Bei der Suche nach einem Anbieter von Vakuumhebegeräten machte die Thyssen-Krupp VDM GmbH in Werdohl folgende Vorgaben: Es sollen hochwertige, gerichtete Bleche aus Nickellegierungen waagerecht transportiert werden. Die Abmessungen betragen maximal 13.000 mm × 3200 mm und minimal 1000 mm × 500 mm. Die Blechdicke liegt zwischen 1 und 55 mm und das Gewicht bei maximal 7,5 t.

VDM legte großen Wert darauf, eine optimale Lösung zu bekommen – entsprechend wurde der Auftrag besonders detailliert formuliert. Das war für die Ingenieure von Aero-Lift eine ideale Voraussetzung. Der Auftraggeber hatte die Messlatte hochgelegt und seinen Anspruch genau definiert.

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Die Vakuumverrohrung wurde in Edelstahl ausgeführt

Dem ersten Auftrag über zwei Vakuumhebegeräte Aero 7440/24L-Ö folgte ein Jahr später die Bestellung zweier weiterer Geräte dieser Art. Weil der Kunde deutlich machte, dass er auf die Materialqualität höchsten Wert legt, wurde die Vakuumverrohrung dementsprechend in Edelstahl ausgeführt. Selbst bei den Fittings, die im Standard verzinkt angeboten werden, wurde Edelstahl verwendet. Auch Vakuumspeicher, Schlauchnippel, Verrohrungsmuffen und die Verteilerstücke bestehen aus Edelstahl.

Der Schaltschrank zur Steuerung der Saugplatten ist am Tragrahmen der Traverse angebaut. Gut zugänglich ist der Hauptschalter unten am Schaltschrank platziert. Zur direkten Bedienung am Gerät wünschte der Kunde auch noch die Anbindung an die verschiedenen Krananlagen, sodass Saugen/Lösen und die Vorwahl der Saugkreise 1 bis 8 bequem über die Funkfernbedienungen der Krananlagen durchgeführt werden kann.

Nach dem Einschalten des Gerätes läuft die Vakuumpumpe, bis im Vakuumspeicher ein Vakuum von etwa 90 % erreicht ist. Die Pumpe schaltet dann automatisch ab und bei etwa 70 % Vakuum wieder selbstständig ein. Dadurch ist immer ein wirtschaftliches Betriebsvakuum zwischen 70 und 90 % vorhanden, die Vakuumpumpe muss nicht ständig laufen.

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