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Hochregallager Verbundwerkstoffe richtig lagern

| Redakteur: Robert Weber

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer setzt auf Verbundwerkstoff. In ihrem portugiesischen Werk optimierten die Jetexperten jetzt ihre Logistikprozesse. Ein Hochregallager und fahrerlose Transportsysteme sorgen für mehr Effizienz.

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Embraer Flugzeuge werden mit Verbundwerkstoffen ausgestattet. Die Logistik im Hintergrund kommt von CTI.
Embraer Flugzeuge werden mit Verbundwerkstoffen ausgestattet. Die Logistik im Hintergrund kommt von CTI.
(Bild: Arpingstone gemeinfrei)

Das Luxemburger Unternehmen CTI Systems plante und baute für Embraer ein automatisiertes Hochregallager mit Regalbediengerät sowie zwei spezielle fahrerlose Transportsysteme (FTS). Die Inbetriebnahme der Anlage läuft derzeit.

Ein einspuriges Kragarm-Regalbediengerät lagert Verbundwerkstoff-Formen in verschiedenen Größen und bis zu einem Gewicht von 6,5 t auf sechs Ebenen ein. Die Längsachse des Hochregallagers ist stufenlos organisiert, um die Formen gemäß dem Volumen optimal auf jeder Ebene zu verteilen.

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Ein omnidirektionales Flachbett-FTS mit einer Kapazität von 6,5 t befördert Formen durch die verschiedenen Arbeitszentren des Werkes. Das hochpräzise „Cup-&-Cone“-System auf dem FTS und den Bodenwarenträgern ermöglicht eine Positioniergenauigkeit der Ladung von ±1 mm. Das FTS identifiziert automatisch über mitfahrende Barcodescanner, um welche Ladung es sich handelt. Weiterhin kann es die Größe automatisch sicherheitsorientiert identifizieren und demnach den über Laserscanner definierten Sicherheitsbereich festlegen.

Transport zum Ofen

Ein weiteres omnidirektionales Flachbett-FTS mit einer Nutzlast von 33 t befördert Warenträger, auf denen die Formen verladen sind, zu und von einem Autoklav-Ofen. Beide FTS funktionieren über ein magnetisches Punktführungs- und Navigationssystem (System Frog) auf Beton und auf Stahlboden im Autoklav-Ofen.

Das CTI-WMS verwaltet den Lagerbestand, die Bearbeitungsstationen sowie die fahrerlosen Transportfahrzeuge. Das WMS hat eine Schnittstelle zum kundenseitigen MES sowie mit dem Navigationsrechner, der stationären Automatisierungsebene und zu den Prozesszentren und koordiniert den Materialfluss im Produktionsprozess des Kunden.

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