Lieferketten Vereinfachte Berichterstattung zu Rohstoffen aus Konfliktregionen

Redakteur: Claudia Otto

HP hat sein Lieferketten-Informationssystem HP Compliance Data Exchange (CDX) verbessert. Die neue Version der Datenbank erlaubt es Unternehmen laut HP, Konflikt-Mineralien aus Abbaugebieten wie der Demokratischen Republik Kongo und deren Nachbarländern zu entdecken und zu melden, sobald diese in der eigenen Lieferkette auftauchen.

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Hersteller greifen bei der Beschaffung von Roh- und Betriebsstoffen oft auf eine Vielzahl von Zulieferern zurück, was das Erstellen von Berichten zur Rohstoffnutzung erschwert.
Hersteller greifen bei der Beschaffung von Roh- und Betriebsstoffen oft auf eine Vielzahl von Zulieferern zurück, was das Erstellen von Berichten zur Rohstoffnutzung erschwert.
(Bild: HP Deutschland)

Das Update richtet sich vor allem an Unternehmen, die in den USA börsennotiert sind, denn diese müssen am 31. Mai 2014 erstmals an die US-Aufsichtsbehörde U.S. Securities and Exchange Commision (SEC) berichten, ob sie 2013 Konflikt-Rohstoffe wie Zinn, Wolfram, Tantal oder Gold eingekauft und wie sie diese verwendet haben.

Bei der Beschaffung von Roh- und Betriebsstoffen greifen Hersteller oft auf viele Zulieferer zurück. Das kann das Erstellen von Berichten, wie die amerikanische SEC sie verlangt, erschweren. Doch den Bericht nicht einzureichen oder Konfliktmineralien zu nutzen, kann in den USA juristische Konsequenzen nach sich ziehen und die Unternehmens- oder Produktmarke schädigen.

Modul bietet Listen mit konfliktfreien Mienen im Kongo

Der Conflict Minerals Declaration (CMD) Manager ist ein neues Modul für HP CDX, der das Erstellen von CMDs vereinfacht. Das Modul bietet ein Klassifikations- und Ablagesystem (Operational Managed System of Records) mit kritischen CMD-Informationen. Zudem erleichtert er laut HP das Importieren, Validieren und Exportieren von Zulieferer-Informationen.

Der CMD-Manager ist als Cloud-Dienst konzipiert und jederzeit und überall per Internet zu erreichen. Er erlaubt Nutzern, CMDs sicher und in Echtzeit zu prüfen oder an Kunden innerhalb der Lieferkette weiterzugeben. Zudem bietet das Modul Listen mit geprüften, konfliktfreien Mienen im Kongo. Diese unterstützen Nutzer bei der Beschaffung konfliktfreier Rohstoffe.

"Die nationalen und internationalen Anforderungen bezüglich Nutzung und Recycling regulierter Roh- und Betriebsstoffe werden schärfer. Unternehmen müssen sich Klarheit darüber verschaffen, wo die Materialien herkommen, die sie einkaufen. Und darüber, welche Risiken für die Reputation ihrer Marken bestehen", sagt Jay Celorie, Conflict Minerals Global Program Manager, HP.

HP führt laut Celorie eine weltweite Bewegung für bessere Compliance im Bereich Konfliktmineralien an. Die Kunden aus Fertigungsbranchen sollen so dabei unterstützt werden, sich gesetzestreu zu verhalten und ihre vertraulichen Berichte an die SEC zu senden.

Auch für die Einhaltung anderer Vorschriften und Selbstverpflichtungen geeignet

Das Lieferketten-Informationssystem HP CDX unterstützt bereits Unternehmen aus so unterschiedlichen Industrien wie Transportwesen, Luft-, Raumfahrt- und Wehrtechnik oder Elektronik dabei, Auflagen bezüglich Nutzung und Recycling regulierter Roh- und Betriebsstoffe einzuhalten.

Das Informationssystem erleichtert nicht nur die Einhaltung von Vorschriften über Einkauf und Nutzung von Konflikt-Mineralien, sondern hilft auch bei der Umsetzung außerhalb der USA gültiger Vorschriften wie Reach (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals), ROHS (Restriction of Hazardous Substances) oder der Hong-Kong-Konvention. Selbstverständlich eignet es sich auch als Werkzeug für freiwillige Sustainability- und Product-Lifecycle-Management-Projekte.

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