Verpackungstechnik

Verpacken mit 3D-gedruckten wartungsfreien Greifern

| Redakteur: Bernd Maienschein

Produktionslinie in einem Pharmakonzern: Dank Kunststoffgreiferm sparen Produzenten Zeit und Geld bei Produktwechseln an Abfüllanlagen.
Produktionslinie in einem Pharmakonzern: Dank Kunststoffgreiferm sparen Produzenten Zeit und Geld bei Produktwechseln an Abfüllanlagen. (Bild: Microgen - stock.adobe.com/Igus)

Wo es bisher oft Wochen dauerte, bis ein passender Greifer gefertigt war, der Deckel greifen und auf Dosen schrauben kann, geht es mit robusten, leichten Kunststoffgreifern aus Igus- Tribo-Filamenten jetzt 85 % günstiger und 70 % schneller. Sie kommen direkt aus dem 3D-Drucker.

Liegen die CAD-Daten eines Produktes wie beispielsweise eines Greifers für Verpackungsmaschinen vor, ist es ein Leichtes, dieses im additiven Verfahren zu fertigen – und zwar aus selbstschmierenden Iglidur-Hochleistungskunststoffen, die auf Verschleiß und Reibung optimiert sind. Das tribologisch-optimierte Iglidur I150 Filament ist ein extrem stabiles, zugleich sehr schlagzähes Material für den 3D-Druck. Greifer können in 10 bis 12 h gedruckt werden.

Bis zu 50 Mal verschleißfester

Bereits seit 2015 bietet Igus seine tribologisch-optimierten 3D-Druck-Filamente für den 3D-Druck an. Weil fast jedes Element eines Greifers beweglich ist und bei seiner Bewegung an Flächen, Wellen und Stiften entlang gleitet, sind die Einzelteile ständigem Verschleiß ausgesetzt. Metallische Teile müssen häufig mit separaten Lagerbuchsen versehen oder in der Anwendung geschmiert werden.

Aufgrund des Einsatzes von Iglidur I150 im 3D-Druck können Kosten und Herstellungszeit signifikant reduziert werden. Doch nicht nur das: Kunststoffgreifer sind darüber hinaus siebenfach leichter als Metallgreifer. Igus bietet neben Iglidur I150 fünf weitere Filamente für den Druck von Verschleißteilen in unterschiedlichsten Einsatzszenarien an. Die Hochleistungskunststoffe sind nach Unternehmensangaben im Vergleich zu Standardmaterialien wie Polyactid (PLA) bis zu 50 Mal verschleißfester und können auf allen handelsüblichen 3D-Druckern verarbeitet werden.

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