Verpackungstechnik

Neue Verpackungsmaschinen erlauben Verpacken mit Köpfchen

07.04.2009 | Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Bei automatischen Traysealern läuft der gesamte Prozess mechanisch ab: die Zuführung, der Transport, das Versiegeln und das Abführen der Trays. Bild: Multivac
Bei automatischen Traysealern läuft der gesamte Prozess mechanisch ab: die Zuführung, der Transport, das Versiegeln und das Abführen der Trays. Bild: Multivac

Denn trotz erfreulicher Fortschritte bei der Entwicklung biologisch abbaubarer Folienmaterialien sind Kunststoff-Folien heute in weiten Verpackungsbereichen noch ohne Alternative. „Gerade das gibt den Verpackungslösungen von Multivac ein besonderes Gewicht in puncto Nachhaltigkeit“, erklärt Haux. „Durch die präzise und flexible Einstellung der Verarbeitungsparameter an allen Verpackungsmaschinen des Unternehmens kann das Folienmaterial besonders schonend und sparsam verarbeitet werden“, sagt sie. So sei es beispielsweise ohne Maschinenumbauten möglich, eine wesentlich dünnere Folie als bislang einzusetzen und damit das Verpackungsvolumen zu reduzieren, ohne Qualitätseinbußen beim Endprodukt hinnehmen zu müssen.

Mit Folie verpacken und dabei an die Umwelt denken

Doch auch bei den Verpackungsmaterialien selbst gibt es immer wieder Verbesserungen. Ein Beispiel dafür ist die neue Folie Tigerstretch von Packsynergy, dem größte Marketing- und Einkaufsverbund europäischer Verpackungsgroßhändler.

Die Folie aus hochstrapazierfähigem Polyethylen weist durch ihre extrem hohe Dehnung zwischen 130 und 300% einen geringen Verbrauch auf. Der Hersteller bietet die Folie in 20 verschiedenen Qualitäten mit einer Stärke zwischen 17 und 23 μ an. Je nach Dehnung und Stärke ist die Folie ideal geeignet für die Maschinenverarbeitung oder die Verarbeitung per Hand.

Folie mit Stärke, Verschweißbarkeit und Steifigkeit nach Kundenwunsch

Wie das Unternehmen angibt, wird das Produkt ausschließlich in Deutschland im kostensparenden Gießverfahren als fünfschichtige Coexfolie hergestellt. Durch dieses Produktionsverfahren sind spezifische Eigenschaften wie Folienstärke, Verschweißbarkeit, Steifigkeit, Schutzschichten und optische Merkmale individuell nach Kundenwunsch variierbar.

Dazu Packsynergy-Geschäftsführer Robert Ehlert: „Auf diese Weise garantieren wir Folienflexibilität verbunden mit der qualitativ hochwertigen, kontinuierlich gleichbleibenden Qualität ‚made in Germany‘.“ Auf Wunsch berät der Hersteller, gemeinsam mit seinen Produzenten, Kunden auch bei der Prozessoptimierung von Tigerstretch.

Rollenkern der Folie mit geringerem Gewicht

Zudem hat das Unternehmen bei dem Rollenkerngewicht eine neue Richtung eingeschlagen. So wiegt der Rollenkern bei der neuen Stretchfolie nur 1,2 statt bisher 1,6 kg. „Jede Tigerstretch-Rolle hat damit 400 g mehr Folie aufgewickelt als übliche Rollen auf dem Markt “, rechnet Ehlert nach. „Bei Packsynergy kaufen Kunden eben Folie statt Pappe.“ Ebenfalls im Sinne der Nachhaltigkeit hat sich das Unternehmen freiwillig verpflichtet, für jede verkaufte Folienrolle 1,5 bis 3%, abhängig vom Jahresumsatz, für den Tier- und Naturschutz zu spenden.

Wie die Beispiele zeigen, ist die Verpackungsindustrie ständig auf der Suche nach Verbesserungen. Was die Zukunft der Branche angeht, ist zunächst festzuhalten, dass sich die hohen Investitionen in den vergangenen Jahren gelohnt haben. Die Ausrichtung von Entwicklung und Vertrieb auf Kundenanforderungen sowie der Einsatz moderner Technik haben dazu beigetragen, dass die Verpackungsmaschinenbauer Marktanteile gewonnen haben. Um den Erfolg der Branche fortzuschreiben, empfiehlt der VDMA, weiterhin auf Innovationen zu setzen.

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