Verpackungstechnik

Pakete automatisch aufschneiden und auspacken

| Autor: Bernd Maienschein

Rund 6 s dauert ein kompletter Schnitt mit dem Box Opening-System. Das ergibt eine Durchsatzrate von bis zu 600 Kartons/h.
Rund 6 s dauert ein kompletter Schnitt mit dem Box Opening-System. Das ergibt eine Durchsatzrate von bis zu 600 Kartons/h. (Bild: ALS)

Für die steigende Zahl von Warenpaketen hat der Sondermaschinenbauer ALS den automatisierten Paketöffner Box Opening-System (BOS) zur Serienreife gebracht. BOS kann Pakete gleich mit verschiedenen Schnittarten öffnen, ohne die darin befindliche Ware zu beschädigen.

Wer seine Pakete schadenfrei und kosteneffizient öffnen möchte, liegt mit dem Paketöffner BOS der Automatic Logistics Solutions GmbH aus dem baden-württembergischen Erligheim richtig. Bei dieser Anlage setzt das junge Unternehmen auf durchgängige Automatisierungstechnik von Siemens. Das Ergebnis: Eine Durchsatzrate von bis zu 600 Paketen/h und eine geringe Verletzungsgefahr für die Mitarbeiter.

Waren beschädigungsfrei auspacken

In Großhandel und Industrie werden Waren tagtäglich millionenfach um- und ausgepackt – und das noch vielfach von Hand. ALS bietet mit seinem patentierten Box Opening-System eine automatisierte Lösung an. Das System erfasst automatisch die Abmessungen des einlaufenden Kartons, zentriert und fixiert diesen. Danach schneidet ein einstellbarer Messerkopf an den einzuschneidenden Seiten entlang oder perforiert den Karton mit einstellbarer Tiefe in der vorgegebenen Schnittart. Durch das patentierte Messersystem wird die Ware im Paket nicht beschädigt.

Von Komplett- über Scharnier- bis hin zum Deckelschnitt sind mit dem BOS alle möglichen Schnittarten realisierbar.
Von Komplett- über Scharnier- bis hin zum Deckelschnitt sind mit dem BOS alle möglichen Schnittarten realisierbar. (Bild: ALS)

Die Visualisierung auf dem Simatic TP700 Comfort-Panel war der Auftakt für ALS, auf das durchgängige Engineering im Totally Integrated Automation Portal (TIA) zu setzen. Zukünftig werden alle Maschinenvariationen mit dem TIA-Portal konfiguriert, projektiert, vernetzt und diagnostiziert.

Gewappnet für steigende Nachfrage

Per durchgängiger Kommunikation über Profinet mit Profisafe-Protokoll können schon bei der Inbetriebnahme flexible Sicherheitszonen einfach umgesetzt werden. Zudem spart das Unternehmen neben zusätzlicher Sicherheits-Hardware bis zu 15 % Verdrahtungszeit. Auch bei künftigen Anlagen wird sich das TIA-Portal als sehr nützlich erweisen, sind sich die Entwickler bei ALS einig, weil durch das Bibliothekskonzept die Entwicklungs- sowie Lieferzeiten kurz sein werden. Damit sei man für die steigende Nachfrage nach automatisierten Paketöffnern bestens gewappnet.

Ergänzendes zum Thema
 
Automatisiertes Öffnen von Paketen

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