Intralogistik Viastore glänzt mit guten Zahlen

Aus einer Schlosserei hat sich Viastore zu einem weltweit aktiven Anbieter von Systemen und Software der Intralogistik entwickelt. Das Stuttgarter Unternehmen legt 2015 bei Umsatz und Auftragseingang weiter zu und erzielt mit erwarteten 130 Mio. Jahresumsatz den höchsten Wert seiner Firmengeschichte.

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Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle: „Der deutsche Maschinen-, Anlagen- und Komponentenbau ist einer unserer wichtigsten Kundenkreise.“
Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle: „Der deutsche Maschinen-, Anlagen- und Komponentenbau ist einer unserer wichtigsten Kundenkreise.“
(Bild: Maienschein)

„Es geht gut, aber uns stehen die Schweißperlen auf der Stirn.“ Mit diesem positiven, gleichsam arbeitsamen Bild eröffnete Philipp Hahn-Woernle, Viastore-Geschäftsführer in fünfter Generation, gestern am Stammsitz in Stuttgart den Presseabend des Intralogistik-Unternehmens. Während sich die weltweite Wirtschaft wie ein Flickenteppich präsentiere – in Russland sei das Geschäft zum Erliegen gekommen, Indien befinde sich im Aufschwung und bei China wisse man nicht genau, wohin die Entwicklung geht – sieht Hahn-Woernle für die Logistik eine Seitwärtsbewegung. Das würden auch die VDMA-Zahlen so dokumentieren, genauso wie der Logistikindikator der Bundesvereinigung Logistik. In der Intralogistik seien die Auftragsbücher gut gefüllt, „aber wir betrachten den Markt mit wachen Augen“, so der Unternehmenslenker: „Die Erwartungen sind zurückhaltend positiv.“ 2015 ist ein Rekordjahr für Viastore. Konnte man im Vorjahr einen Umsatz von 120 Mio. Euro (bei einem Auftragseingang von 101 Mio. Euro) verbuchen, steigt der Umsatz in 2015 auf stolze 130 Mio. Euro, der Auftragseingang legt sogar auf 140 Mio. Euro zu.

Viastore investiert viel in die Beratung

Hahn-Woernle wäre kein Unternehmer, wenn er sich damit zufrieden gäbe. „Ich glaube einfach, dass wir noch besser hätten abschneiden können“, erklärt er. Wo er Recht hat, hat er Recht – man stelle sich nur einmal vor, die Geschäfte in Russland und Brasilien wären nur annähernd so gelaufen wie in der Vergangenheit. Aber die aktuelle politische Lage macht dem einen Strich durch die Rechnung. Und nicht nur bei Umsatz und Auftragseingang geht es aufwärts: Ende des Jahres wird Viastore von 450 auf 470, vielleicht sogar 480 Mitarbeiter gewachsen sein und im nächsten Jahr wird man, so das Unternehmen, die 500er-Marke reißen. Das neue Firmengebäude, das gerade in Sichtweite vom Stammsitz entsteht – man platzt sonst aus allen Nähten – soll Standards setzen, wie man in der modernen Arbeitswelt zusammenarbeitet.

Ein Grund für den Erfolg ist sicherlich, dass man sehr viel Manpower in den dem eigentlichen Auftrag vorgelagerten Beratungsprozess investiert. „Wir sind Hardware-technisch völlig frei in der Wahl der Technik“, sagt Philipp Hahn-Woernle. „Kundenspezifische Lösungen können wir vollumfänglich abwickeln. Das ist ein sehr intensives, ein sehr persönliches Geschäft und die Lösung unterscheidet sich von Haus zu Haus.“

Ein Thema, das bei Viastore immer wieder anklingt, ist die Verlässlichkeit. In den letzten beiden Jahren hat man sich in Stuttgart intensiv mit seinen Werten und Stärken beschäftigt. Die Markenwerte des Unternehmens seien das Ergebnis eines mehrfach durchlaufenen Prozesses. Die Unternehmenswerte seien gleichzeitig die Entscheidungsgrundlage bei allen Maßnahmen, die Viastoe ergreife. „Als der weltweite Garant für Intralogistik-Lösungen verschafft Viastore seinen Kunden Wettbewerbsvorteile“, so Hahn-Woernle. Übersetzt in den Claim des Unternehmens bedeute dies: „Guaranteed Success“.

„Connectivity“ stellt man seit 40 Jahren her

Den Weg vom industriellen Maschinenbauer, der sich ausschließlich mit der spanenden Fertigung beschäftigt, zum Systemlieferanten, Softwarehaus und Dienstleister hat Viastore bereits hinter sich gelassen. Deshalb war es ein logischer Schritt, das Softwaregeschäft auszugliedern – ein Prozess, der schon von Philipp Hahn-Woernles Vater Christoph vor ungefähr vier Jahren beschritten wurde. „Connectivity“, die Verknüpfung von Maschinen, Software und Systemen, stellt man seit 40 Jahren her.

Patrick Eichstädt, COO bei Viastore Software: „Was wir anzubieten haben, ist nicht konkurrierend, sondern immer komplementär zu sehen.“
Patrick Eichstädt, COO bei Viastore Software: „Was wir anzubieten haben, ist nicht konkurrierend, sondern immer komplementär zu sehen.“
(Bild: Maienschein)

Patrick Eichstädt, COO bei Viastore Software, selbstbewusst: „Viastore Systems ist ein führender technologieunabhängiger Berater und Implementierer von SAP- und Viadat-Lösungen. Was wir anzubieten haben, ist nicht konkurrierend, sondern immer komplementär zu sehen.“ Dabei substituiere die Eigenentwicklung Viadat nicht SAP und umgekehrt. Eichstädt stehen für seine Softwareaktivitäten 25 Viadat-Entwickler zur Verfügung, außerdem vier Übersetzer und Dokumenteure, ein Vollzeit-Trainer, zehn Mitarbeiter im Software-Vertrieb, zehn SAP-Entwickler sowie sechs SAP-Consultants. „Nicht jeder will ein SAP und nicht jeder braucht ein SAP“, so Eichstädt. Deshalb habe man vor 20 Jahren Viadat an den Start gebracht.

Durch Kooperation zum Gesamtlösungsspezialist

Dass bei Viastore der Fokus klar auf der Gewinnung von Intralogistik-Experten für eine noch bessere Performance im Markt liegt, zeigt der offizielle Viastore-Software-Partner Purelox Solutions, mit dem man künftig kooperieren will und der Erfahrungen aus weit über 100 komplexen WMS-Projekten mit in die Kooperation bringt. Vertriebsleiter Marc Schütz stellt die Vorteile der Zusammenarbeit heraus: Während Viastore der Automatisierungsspezialist sei und Purelox sich auf manuelle Lager konzentriere und Add-ons für Viadat zur Verfügung stelle, würde aus der Kombination beider Unternehmen ein echter Gesamtlösungsspezialist entstehen. Bei der Auswahl des Kooperationspartners habe man sich 26 Unternehmen angesehen und sich schließlich für Viadat beziehungsweise Viastore entschieden.

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