Greifer

Viermal so stark durch 3D-Druck

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Die Umsetzung: Material und Design

Ebenso wichtig für die Verwirklichung der von Fouad angestrebten Endprodukte war die Werkstoffauswahl. Mit EOS-Systemen können beispielsweise hochwertige Polyamide, Polystyrole, thermoplastische Elastomere und Polyaryletherketone verarbeitet werden. Dabei arbeitet es mit einem leistungsstarken Laser und Präzisionsoptik, um Bauteile schnell und akkurat zu fertigen. Der Laserstrahl verschmilzt Schicht für Schicht das pulverförmige Kunststoffmaterial und erzeugt so hochkomplexe Teile.

Die Unterseite des Sauggreifers, dessen Kanäle im Saugloch oben am Werkstück münden: Es wäre unmöglich gewesen, diese Löcher mit einem konventionellen Verfahren herzustellen, mit der additiven Fertigung jedoch war es ein Kinderspiel.
Die Unterseite des Sauggreifers, dessen Kanäle im Saugloch oben am Werkstück münden: Es wäre unmöglich gewesen, diese Löcher mit einem konventionellen Verfahren herzustellen, mit der additiven Fertigung jedoch war es ein Kinderspiel.
(Bild: Anubis 3D)

Statt einer traditionellen Metallvakuumplatte mit Luftkanälen – für deren Konzeption und Fertigung mehrere Monate hätten veranschlagt werden müssen – wurden leichtere Komponenten entwickelt, die unter anderem durch eine bessere statische Konstruktion die vierfache Greifkraft der Vorgängerbauteile besaßen. Es war nur eine Woche nötig, um das neue Greiferwerkzeug additiv zu fertigen, zusammenzubauen und final auf seine Einsatzfähigkeit zu prüfen.

Für das Hauptsaugelement wurde Polyamid 12 (PA 2200) verwendet, da es äußerst flexibel ist, Verformungen standhalten kann und gemäß United States Pharmacopeia (USP) Class VI für den Lebensmittelkontakt zugelassen wurde. Die Wanddicke des Sauggreifers variierte je nach Abschnitt zwischen 2 und 3,5 mm. Die Bauteile wurden mithilfe eines Softwareprogramms speziell für die additive Fertigung konzipiert, das die Wandstärken so designte, dass der Greifer der geforderten Festigkeit und Flexibilität entsprach. „Durch die Effizienz des überarbeiteten Lochprofils wies der Greifer nun eine Saugkraft auf, die sogar das Gewicht einer Bedienperson hätte halten können“, ist Fouad begeistert. „Unser Kunde hat eine solche Leistung zuvor noch nicht gesehen.“

Vollständige Sauggreifer-Baugruppe von Anubis, hier an einem Roboter befestigt.
Vollständige Sauggreifer-Baugruppe von Anubis, hier an einem Roboter befestigt.
(Bild: Anubis 3D)

Der Erfolg: Zufriedene Kunden

Die Langen Group lieferte die Sauggreifer aus und montierte sie auf den neu eingetroffenen Robotern im Werk des Cracker-Herstellers. „Ein Werkzeug zu entwickeln und herzustellen, das die von uns gewünschten Greifeigenschaften aufweist und dabei noch die Nutzlastbeschränkungen des Roboters berücksichtigt, wäre früher gar nicht möglich gewesen“, sagt Robert Husnik, Engineering Manager bei der Langen Group. „Dank der gestalterischen Freiheit, die uns die additive Fertigung bietet, sind wir nunmehr in der Lage, regelrecht Unmögliches zu vollbringen.“

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