„Fachjournalisten des Jahres 2012“ prämiert

Deutsche Fachpresse und Karl Theodor Vogel Stiftung zeichnen die besten Fachjournalisten 2012 aus / Die Preisträgerinnen: Alena Kunter (1. Preis), Bettina Dornberg (2. Preis) und Dr. Anja Hall (3. Preis) Für herausragende fachjournalistische Arbeiten wurde heute der „Karl Theodor Vogel Preis der Deutschen Fachpresse – Fachjournalist des Jahres“ verliehen. Mit dem Preis zeichnet die Deutsche Fachpresse in Kooperation mit der Karl Theodor Vogel Stiftung (Würzburg) fachjournalistische Beiträge aus, die aktuelle F

Deutsche Fachpresse und Karl Theodor Vogel Stiftung zeichnen die besten Fachjournalisten 2012 aus / Die Preisträgerinnen: Alena Kunter (1. Preis), Bettina Dornberg (2. Preis) und Dr. Anja Hall (3. Preis)

Für herausragende fachjournalistische Arbeiten wurde heute der „Karl Theodor Vogel Preis der Deutschen Fachpresse – Fachjournalist des Jahres“ verliehen. Mit dem Preis zeichnet die Deutsche Fachpresse in Kooperation mit der Karl Theodor Vogel Stiftung (Würzburg) fachjournalistische Beiträge aus, die aktuelle Fach- und Branchenthemen hervorragend recherchiert sowie beispielhaft sprachlich, stilistisch und visuell darstellen. Der mit 15.000 Euro dotierte Journalisten-Award wird jährlich während des Kongresses der Deutschen Fachpresse verliehen, der in diesem Jahr erstmals in Essen stattfindet.

Den ersten Preis mit einer Dotierung von 7.500 Euro erhielt Alena Kunter für ihren Artikel „Nie aufgeben!“, erschienen in „CNE.magazin“. Der zweite Preis (5.000 Euro) ging an Bettina Dornberg für den Beitrag „Denn sie sagen nicht, wer sie sind“ in der Zeitschrift „absatzwirtschaft“. Für ihre Arbeit „Fallen gelassen“ in „JUVE Rechtsmarkt“ wurde Dr. Anja Hall der dritte Preis (2.500 Euro) zuerkannt.

„Ich gratuliere den drei Preisträgerinnen, die zugleich ein Beleg dafür sind, dass es auch in der vermeintlich männerdominierten Fachmedienwelt exzellente Journalistinnen gibt!“ freute sich Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vogel Business Media und Vorstand der Karl Theodor Vogel Stiftung, über das Trio der Edelfedern in der Fachmedienlandschaft. Die drei Siegerartikel ermittelte eine elfköpfige Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Lutz Frühbrodt, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, aus rund 60 Einsendungen.


Über die Karl Theodor Vogel Stiftung
Die Stiftung wurde 1984 von Karl Theodor Vogel (1914 bis 2007), Senior-Verleger und Gesellschafter des Würzburger Fachmedienhauses Vogel Business Media, gegründet. Sie hat sich die Förderung fachjournalistischer Qualität zum Ziel gesetzt. Die alljährliche Auszeichnung hervorragender fachjournalistischer Leistungen stärkt das Image und die Interessen der deutschen Fachverlage maßgeblich.
Vogel Business Media ist ein führendes deutsches Fachmedienhaus mit rund 100 Fachzeitschriften und100 Webseiten sowie zahlreichen internationalen Aktivitäten.
Weitere Informationen im Internet unter: www.karl-theodor-vogel-preis.de.

Über die Deutsche Fachpresse:
Die Deutsche Fachpresse ist die moderne Marketing- und Dienstleistungsplattform für alle Anbieter von Fachinformationen im beruflichen Umfeld. Sie wird getragen vom Fachverband Fachpresse im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (Berlin) und der Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Frankfurt am Main). Die Deutsche Fachpresse repräsentiert 400 Mitgliedsverlage in einer Branche mit insgesamt rund 3.900 Titeln und einem Umsatz von mehr als 3 Milliarden Euro. Durch vielfältige Leistungen macht die Deutsche Fachpresse ihre Mitglieder am Markt noch erfolgreicher. Sie fördert die gemeinsamen wirtschaftlichen und politischen Anliegen der Mitgliedsunternehmen und vermittelt aktuelles Branchenwissen. Mit gattungsspezifischen Kontaktplattformen schafft sie Beziehungsnetzwerke und positioniert Fachmedien als zuverlässige Informationsquellen und effiziente Wer-beträger. Weitere Informationen im Internet unter: www.deutsche-fachpresse.de.


Interview mit Prof. Dr. Lutz Frühbrodt:

1. Sie sind seit vier Jahren Professor für Fachjournalismus an der Hochschule Würzburg. Kommen Sie denn selbst aus dem Fachjournalismus? Oder sind Sie eher ein Theoretiker?

Ich habe beide Welten kennengelernt, denn ich bin lange zwischen Praxis und Theorie, zwischen Journalismus und Wissenschaft, hin- und hergependelt. Letztlich habe ich mich für die Wissenschaft entschieden. Umfangreiche praktische Erfahrungen als Fachjournalist konnte ich zuvor als Technologiereporter im Wirtschaftsressort von „Welt“ und „Welt am Sonntag“ sammeln. Zudem habe ich früher als freier Journalist gearbeitet und immer wieder Artikel für Fachmedien verfasst.

2. Unter uns gefragt: Haben Sie sich in Ihrer Zeit als Journalist schon einmal für den KTV-Preis beworben?

Offen gestanden: nein. Das lag aber vor allem daran, dass ich eher Fachbeiträge in Publikumstiteln veröffentlicht habe. Die Ausschreibung ist mir jedoch immer wieder aufgefallen. Zum einen hat der KTV-Preis eine lange Tradition, 1984 wurde der Preis zum ersten Mal verliehen. Zum anderen zählt er zu den renommiertesten Journalistenpreisen im deutschsprachigen Raum. Zumal er hoch dotiert ist – und dies ohne ein interessengeleiteter Unternehmenspreis zu sein. Für die Fachmedienlandschaft ist der „Fachjournalist des Jahres“ einzigartig und wichtig, weil mit dem Preis publizistische Leuchttürme mit Vorbildfunktion ausgezeichnet werden.

3. Sie haben in diesem Jahr zum ersten Mal an der Auswahl der Preisträger mitgewirkt. Wie war die Arbeit als Vorsitzender in der Jury?

Da ich in anderen Jurys tätig war und bin, habe ich ganz gute Vergleichsmöglichkeiten zum Vergleich, glaube ich. Die Zusammenarbeit mit den zehn gestandenen Chefredakteurinnen und Chefredakteuren von führenden Fachzeitschriften war sehr professionell und angenehm. Es wurden durchaus eigene Meinungen offensiv vertreten, aber am Ende fiel die Entscheidung  für die Preisträger sehr demokratisch und ziemlich eindeutig aus.

4. Wie hart umkämpft war denn der Preis in diesem Jahr? Wie hoch war die Qualität der Einsendungen?

Die Zahl der Einreichungen hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr wenig verändert. Beeindruckend  fand ich vor allem aber die enorme Vielfalt: Die Themen kamen querbeet aus allen Branchen, aus Landwirtschaft, Architektur, Fort- und Weiterbildung, Altenpflege und und und. Aber auch Themen wie Auto und Handel kamen nicht zu kurz. Es gab Bewerbungen in verschiedensten Formaten, nicht nur klassische Fachartikel und Fachartikel mit szenischen Elementen , sondern auch längere Interviews und Porträts, Produkttests, ja sogar  Kommentare, Kolumnen und reinrassige Features. Die Themen waren zum größten Teil spannend und relevant. Mein Fazit: Die Fachmedienbranche entwickelt sich auf journalistischer Ebene rasch weiter.

5. Alle Preisträger 2012 sind weiblich.  Welche Ursache hat das?

Das kann Zufall sein, muss aber nicht. Denn Frauen sind nicht ohne Grund immer stärker in den Kommunikationsberufen vertreten und auch bei den Fachmedien auf dem „Vormarsch“. Fakt ist, die drei Preisträgerinnen haben exzellente journalistische Arbeit geleistet und die Jury mit ihren Beiträgen überzeugt.