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Binnenschifffahrt Vom Mittelmeer ins Herz Europas

| Redakteur: Robert Weber

Frankreich will die Logistikinfrastruktur weiter ausbauen. Nach den Seehäfen folgen die Binnenwasserstraßen. Die Regierung plant neue Kanäle, die zukünftig die Mittelmeerhäfen direkt mit den Industriezentren in der Mitte Europas verbinden sollen.

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Neue Straßen für die Binnenschiffer. Die französische Regierung will die Südhäfen an den Rhein anbinden.
Neue Straßen für die Binnenschiffer. Die französische Regierung will die Südhäfen an den Rhein anbinden.
(Bild: Frila unter CC Lizenz, wikipedia.de)

Die Idee der Franzosen ist nicht neu, schreibt die „Baseler Zeitung“. In der Vergangenheit scheiterten die Planungen aber immer wieder an der ökologischen Komponente. Jetzt wagt die Regierung einen neuen Anlauf. Die französische Binnenschifffahrtsbehörde präsentierte ihre Pläne für die Kanäle zwischen Rhone, Rhein und Mosel ihren Logistik- und Handelspartnern in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Italien. Auch in Duisburg, dem größten Binnenhafen, wollen die Franzosen noch vorbeischauen.

Die Südhäfen direkt anbinden

Durch die neuen Kanäle könnten die Seehäfen Marseille, Genua oder Barcelona direkt an Rhein, Rhone und Mosel angebunden werden. „Für den neuen Rhein-Rhone-Kanal schlägt Frankreich zwei Varianten vor: Ein Kanal würde quasi parallel zum bestehenden Rhein-Rhone-Kanal verlaufen, der andere weiter nördlich. Die zweite Variante hätte den Vorteil, dass die Schiffe vom Mosel-Kanal her früher in Richtung Rhein abbiegen könnten“, berichtet die Schweizer Tageszeitung.

Die Franzosen meinen es ernst, denn sie haben bereits Vorstudien ausarbeiten lassen, heißt es weiter. Darüber könnten sie wohl mit finanzieller Unterstützung von der Europäischen Union rechnen. Zwischen 2025 und 2030 sollen die ersten Schiffe die Wasserstraßen befahren.

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