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Logistikdienstleister Vorteil der kooperativen Bestandsfinanzierung wird nur selten genutzt

| Redakteur: Robert Weber

Die deutschen Industrie- und Handelsunternehmen wissen um den Vorteil der kooperativen Bestandsfinanzierung mit einem Logistikdienstleister. Doch nutzen diesen nur wenige Firmen. Eine Umfrage der Berater von Camelot Management Consultants und der TU Darmstadt bringt Licht ins Dunkel der Lieferketten.

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Bei Packmitteln können sich Logistiker Kooperation zur Bestandsfinanzierung vorstellen. Bild: Chep
Bei Packmitteln können sich Logistiker Kooperation zur Bestandsfinanzierung vorstellen. Bild: Chep
( Archiv: Vogel Business Media )

Mehr als 80% der Befragten gaben an, dass ihre Lagerbestände in der Krise zu hoch gewesen seien und das, obwohl sie wussten, dass diese den größten Hebel zur Verbesserung der Liquidität darstellen. Doch kooperative Bestandsfinanzierung ist vielen noch fremd.

Zwar gaben alle Studienteilnehmer an, eine optimierte Strategie in der Logistikfinanzierung und die Kooperation mit Dienstleistern könne die Liquidität ihres Unternehmens grundsätzlich verbessern, aber fast die Hälfte der Befragten (43%) glaubt, dass solche Modelle in der Branche abgelehnt werden. Nur 4% nutzen diese bereits.

Unbekanntes Terrain für die Logistiker

„Das lässt sich dadurch erklären, dass noch zu wenige Erfolgsgeschichten in der Branche bekannt sind und sich die meisten Entscheider daher noch nicht mit solchen Finanzierungsmodellen auseinander gesetzt haben“, erklärt Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Christian Pfohl von der TU Darmstadt. Für die Kooperation spricht auch, dass nur 26% einen erhöhten organisatorischen Aufwand befürchten.

Ansätze von Kooperation sehen die Unternehmer in Bestandsgruppen wie Packmittel, Rohstoffe und Handelswaren. Zu den Hindernisse befragt, gaben die Teilnehmer an, dass ihr Unternehmen keine enge Bindung an einen externen Dienstleister wünsche.

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