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Nutzfahrzeuge VW greift sich MAN

Redakteur: Robert Weber

Volkswagen hat die Mehrheit an dem Lastwagenhersteller MAN erworben. Die Wolfsburger verfügen über 55,9% der Aktien des Unternehmens. Das Ziel des Autokonzerns ist klar: eine Lkw-Allianz zwischen Scania und MAN.

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Freie Fahrt: VW hat die Mehrheitsanteile an MAN übernommen und kann nur über seine Lkw-Allianz nachdenken. Bild: MAN
Freie Fahrt: VW hat die Mehrheitsanteile an MAN übernommen und kann nur über seine Lkw-Allianz nachdenken. Bild: MAN
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Vorhaben war im vergangenen Herbst noch auf Widerstand der EU-Kartellbehörde gestoßen, weil VW nur einen Minderheitsanteil am MAN-Konzern besaß. Jetzt regieren die Niedersachsen in München und üben die Kontrolle über den Lkw-Bauer aus. Im Zusammenspiel mit Scania könnte der Autobauer im Lkw-Geschäft Synergien heben, sind sich Experten sicher.

Kartellrechtliche Hürden überwunden

Das Vorspiel zur Übernahme startete im Mai als VW seine Anteile an dem Lkw-Bauer auf über 30% erhöhte. Dem musste ein Pflichtangebot folgen. Der Angebotspreis pro Anteilsschein lag bei 95 Euro. Nach Informationen des Handelsblatts wollte VW zunächst mindestens 35 bis 40 % der Anteile an MAN erwerben, um kartellrechtliche Hürden für die Kooperation zwischen Scania und MAN zu überwinden.

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