Suchen

Logistik-Software Weichen für die Zukunft stellen

| Autor / Redakteur: Marco Ehrhardt / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Mehrere Motive können bei der Entscheidung, die Unternehmens-IT und die darin geführten logistischen Prozesse neu einzurichten, eine Rolle spielen. Die Hans Hess Autoteile GmbH in Köln zeigt, wie mit der Modernisierung der gesamten Lager- und Logistikstruktur das Fundament für weiteres Unternehmenswachstum zu schaffen ist.

Firmen zum Thema

Die strategische Planung zur Logistikmodernisierung im Kommissionierlager von Hess Autoteile beinhaltet die komplette Softwareführung der Kommissionierung mit modernster Technik. Bild: E+P
Die strategische Planung zur Logistikmodernisierung im Kommissionierlager von Hess Autoteile beinhaltet die komplette Softwareführung der Kommissionierung mit modernster Technik. Bild: E+P
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie sich bei Hess bald herausstellte, brachte das Projekt zur Erneuerung der Logistiksysteme und -prozesse mehr als den erwarteten zügigen Return of Investment (ROI) und die Basis für den strategischen Plan. Außer der Prozessoptimierung war die Einführung des Lagerführungssystems LFS von Ehrhardt + Partner (E+P) von zentraler Bedeutung.

Es ging um die Umsetzung einer Vision: Die Geschäftsleitung von Hess Autoteile hatte erkannt, dass das mittelständische Handelsunternehmen durch das kontinuierliche Wachstum an einem entscheidenden Punkt gelangt war. Es war der Schritt zu schaffen hin zu einem besser strukturierten Unternehmen, das durch effizientere Abläufe schneller weiterwachsen kann – und dies in einer Branche, in der steigendes Tempo und Konkurrenzdruck den Rahmen setzen.

Zukünftige Bedarfe auffangen mit skalierbaren Strukturen

Der Geschäftsführer des Unternehmens, Philipp Hess, hatte festgestellt, dass er skalierbare Strukturen brauchte, um den Bedarf der Zukunft aufzufangen. Eine schnelldrehende Logistik wurde als entscheidender Wettbewerbsvorteil und darüber hinaus als Basis für jede weitere Expansion erkannt. Als Säulen für den zu schaffenden Aufbau wurden die Lagerführung und die Geschäftsprozesse angesehen.

Zum ersten Punkt schloss Hess einen Vertrag mit E+P über die Lieferung und Implementierung des Softwaresystems LFS. Zur Optimierung der Prozesse und des bevorstehenden Projekts erfolgte die Einstellung eines weiteren Geschäftsführers, Dr. Ralf Kampker, ausgewiesen durch umfangreiche Erfahrungen mit SAP-Projekten.

Software soll zu optimierten Prozessen führen

Am Anfang des Projekts stand der Leitsatz, dass die Voraussetzung für das Erreichen der Ziele eine gute Software ist, deren voller Nutzen sich aber erst durch optimierte Prozesse entfalten kann. Nach sorgfältiger Planung und Vorbereitung erfolgte zunächst der Umbau der internen Strukturen am Hauptstandort Köln.

Mehrere Aufgabenbereiche waren abzuarbeiten, von denen jeder einzelne nicht nur die Umstellung, sondern auch das weiterlaufende Tagesgeschäft hätte beeinträchtigen oder sogar gefährden können. Doch der zeitweise parallele Betrieb des alten, zettelbasierten wie des neuen IT-Systems wie auch die Inbetriebnahme einer neu erbauten Halle mit der Umlagerung eines großen Teils der Artikelbestände erfolgten ebenso reibungslos wie das Umschalten auf eine Logistik mit automatisierten Prozessen und die Integration einer neuen Tourenplanung.

(ID:376838)