Wellpappe nachhaltig Wellpappe aus Graspapier schützt Waren umweltfreundlicher

Redakteur: Peter Königsreuther

Cartoflex bietet mit seiner Greencor-Reihe Wellpappeprodukte an, die zu rund einem Drittel aus Gras bestehen. Der Logistikdienstleister Reyher nutzt das Graspapier nun für Palettenabdeckungen.

Firma zum Thema

Von links: Reyher-Geschäftsführer Klaus-Dieter Schmidt und Matthias Hebrok, Geschäftsführer Cartoflex präsentieren die Greencor-Palettenabdeckung. Das Besondere: dieses Wellpappeprodukt besteht zu rund 33 Prozent aus Gras.
Von links: Reyher-Geschäftsführer Klaus-Dieter Schmidt und Matthias Hebrok, Geschäftsführer Cartoflex präsentieren die Greencor-Palettenabdeckung. Das Besondere: dieses Wellpappeprodukt besteht zu rund 33 Prozent aus Gras.
(Bild: Reyher)

Die Produktion von Graspapier unterscheidet sich technisch nur wenig von der üblichen Papierherstellung, heißt es. Zum Altpapier werden aber noch Grasfasern in Form von Pellets im Wasser mit aufgeschwemmt. Diese Suspension wird entwässert. Die Fasern werden so zu einem dichten Vlies. Im Vergleich zur Frischfasererzeugung oder der Recylingfasergewinnung braucht es bei der Grasfasergewinnung allerdings nur mechanische Prozesse, betont Cartoflex. So lässt sich der Verbrauch von Wasser und Energie in der Produktion deutlich reduzieren. Auch der Einsatz von Chemikalien kann reduziert werden. Trotz des hohen Grasanteils brauche man keine allergischen Reaktionen fürchten.

Angesichts dessen, und weil bei Reyher, einem Hamburger Logistikspezialist für Verbindungselemente und Befestigungstechnik, im Jahr etwa 70.000 Paletten mit Abdeckung das Logistikzentrum verlassen, ist die Einführung der Greencor-Abdeckungen ein großer Schritt in Sachen Nachhaltigkeit.

Nur für Futtermittel unbrauchbares Gras wird zu Wellpappe

Das für die eingesetzten Pellets benötigte Gras werde in Schleswig-Holstein durch heimische Bauern von Gras- und Ausgleichsflächen gewonnen. Diese Flächen müssten wegen der fortschreitenden Bodenversiegelung geschaffen werden. Sie dürfen nur extensiv bewirtschaftet werden, sagt Cartoflex, und sie müssen zweimal pro Jahr gemäht werden. Wegen der Länge und der starken Verholzung eigne sich das geerntete Gras außerdem nicht als Futtermittel, sodass man der Tiernahrungsherstellung keine Probleme mache.

(ID:47324712)