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Logistikkonzept Weltweiter Werkzeugversand aus neuem Logistikzentrum

| Autor/ Redakteur: Jörg Schietinger / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Ein Werkzeughändler steuert den weltweiten Versand seiner Produkte aus einem neuen, zentralen Logistikzentrum heraus. Herzstück der Immobilie ist das automatische Kommissioniersystem Order Storage and Retrieval (OSR), das die Logistik für die rund 60.000 Artikel besonders effizient gestaltet.

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Bild 1: Pick-it-easy-Arbeitsplätze von Knapp sind typische Ware-zum-Mensch-Kommissionierstationen, die sich auf unterschiedliche Branchenanforderungen abstimmen lassen.
Bild 1: Pick-it-easy-Arbeitsplätze von Knapp sind typische Ware-zum-Mensch-Kommissionierstationen, die sich auf unterschiedliche Branchenanforderungen abstimmen lassen.
(Bild: Knapp)

In einem Handelshaus ist die Logistik das Herzstück des reibungslosen Warenflusses. Kommt es hier zu Problemen im Ablauf, verzögern sich alle Betriebsprozesse bis hin zur Warenauslieferung. Doch kein Kunde wartet gerne auf seine bestellte, in der Regel zeitnah benötigte Ware. Für den Werkzeugdienstleister Hahn+Kolb, der im Herbst 2013 mit der Unternehmenszentrale nach Ludwigsburg umzieht, stellt daher das künftige Logistikzentrum eine besondere Herausforderung in den Planungen dar.

Zügige Nachlieferung kann über Produktionserfolg entscheiden

Hahn+Kolb beliefert vor allem Unternehmen aus dem Bereich der Metallverarbeitung. Bohrer und Fräser für den Zerspanungsbereich gehören beispielsweise zu den schnell drehenden Artikeln, bei denen eine zügige Nachlieferung entscheidend für den Produktionserfolg der Kunden ist. Schnelligkeit, Flexibilität und individuelle Dienstleistungen sind deshalb die besonderen Herausforderungen, die bei der Planung des neuen Logistikzentrums an oberster Stelle stehen. Weitere zentrale Punkte sind das Auftragsvolumen und die Kundenstruktur – sowohl aktuell wie auch in der mittelfristigen Zukunft. Zwar stellen kontinuierliche Modernisierungen der Lagerstruktur bisher auch am bestehenden Standort immer den einwandfreien und termingerechten Versand der Artikel sicher, für das angestrebte weitere Wachstum bieten sich jedoch zu wenig Wachstumsmöglichkeiten. Langfristig würde das seit 40 Jahren bestehende und auf fünf Stockwerke verteilte Lager in Stuttgart an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Frage ist also, wohin die Reise geht, um schon heute eine zukunftsfähige Struktur für das neue Lager schaffen zu können.

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Mehr als 60.000 unterschiedliche Artikel – Tendenz steigend

Gemeinsam mit dem Planungsbüro FLC Friede aus Herford und dem Systemanbieter Knapp Systemintegration gingen deshalb im Oktober 2011 die ersten Überlegungen zum Aufbau des neuen Zentrums an den Start. Wichtig war dabei die Frage nach der Ausrichtung: Das Lager soll so flexibel wie möglich sein und auf Schwankungen im Auftragseingang reagieren können, gleichzeitig aber hochproduktiv arbeiten. Auch das Thema Fachkräftemangel wurde diskutiert, denn ein wenig automatisiertes System birgt immer auch das Risiko, nicht ausreichend qualifiziertes Personal zu finden.

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