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Marktentwicklung Weniger Übernahmen in der Logistikwirtschaft

| Redakteur: Robert Weber

Die weltweit schwache Konjunkturentwicklung bremst den M&A (Merger & Acquistions) – Markt in der Transport- und Logistikbranche. Der Gesamtwert an angekündigten Übernahmen, Fusionen und Beteiligungen belief sich zwischen April und Juni auf 12,6 Mrd. US-Dollar, rechnet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC vor.

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(Bild: TNT )

Die Zahlen der Logistikexperten verfehlen damit sowohl den Vorjahreswert (13,4 Mrd. US-Dollar) als auch das im ersten Quartal erreichte M&A-Volumen von 24,7 Mrd. US-Dollar. Zu Jahresbeginn hatte die Übernahme des Expressdienstleisters TNT durch UPS maßgeblich zum Anstieg des Dealvolumens beigetragen, schreiben die Berater. „Bislang zeigt sich das M&A-Geschäft bemerkenswert robust, das gilt insbesondere für die USA. In der Eurozone hingegen hat die andauernde Schulden- und Wirtschaftskrise für erhebliche Verunsicherung und einen Rückgang der Transaktionen gesorgt, insbesondere in den südeuropäischen Ländern“, erklärt Klaus-Dieter Ruske, Partner und Leiter des Geschäftsbereichs Transport und Logistik bei PwC.

Vor allem Reederein sind gefragt

Im Quartalsvergleich sank die Zahl der Transaktionen mit einem Beteiligten in der Eurozone auf sieben, in den ersten drei Monaten waren es noch zehn. In den USA gab es hingegen zwölf Deals und damit sieben mehr als im ersten Quartal.

Ein Großteil des M&A-Volumens entfiel auch im zweiten Jahresviertel auf Investitionen in Transportinfrastruktur und Reedereien. Der größte Deal des Quartals war die Übernahme der Edinburgh Airport Ltd. durch ein Investorenkonsortium für rund 1,3 Milliarden US-Dollar. An zweiter Stelle folgt der Merger der National Shipping Company of Saudi Arabia mit der Vela International Marine, einer Tochter der staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco.

Nur zwei Deals in China

Die M&A-Aktivitäten in China haben sich im zweiten Quartal etwas verringert, begründet durch die gestiegenen Anforderungen an die Kreditvergabe und das geringere Wirtschaftswachstum. So gab es lediglich zwei Deals mit einem Volumen von mehr als 50 Mio. US-Dollar. Indes erwarten die PwC-Experten auch hier insgesamt einen stabilen Markt.

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