B2B-Unternehmenskommunikation Wer hat die Nase vorn bei Social Media?

Redakteur: Jürgen Schreier

Social Media, also Xing, Twitter, Facebook &Co., ist in den meisten Schlüsselbranchen angekommen. Die Nase vorn haben dabei vor allem Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie, Medienhäuser sowie Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen.

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Jacqueline Althaller, Inhaberin von Communication Presse und PR: "Es sind die oftmals noch fehlenden organisatorischen Rahmenbedingungen, die eher traditionell geprägten Unternehmen den Zugang zu Social Media erschweren."
Jacqueline Althaller, Inhaberin von Communication Presse und PR: "Es sind die oftmals noch fehlenden organisatorischen Rahmenbedingungen, die eher traditionell geprägten Unternehmen den Zugang zu Social Media erschweren."
(Bild: Communication Presse und PR)

Zu diesem Ergenbis kommt eine Umfrage des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation. Im Juni und Juli 2012 wurden Kommunikationsverantwortliche aus über 200 Unternehmen in 14 Branchen befragt, wie sie die sozialen Medien nutzen.

20 % der Unternehmen outen sich als Social-Media-Muffel

Insgesamt nutzt die Hälfte aller Befragten Social Media zur externen Kommunikation. Nur jedes vierte Unternehmen setzt soziale Medien zusätzlich zur internen Kommunikation ein. 20 % der befragten Unternehmen arbeiten gar nicht mit Social Media und planen auch nicht, dies in absehbarer Zeit zu tun.

Bei der Betrachtung der einzelnen Kanäle wird schnell deutlich, dass auch im B2B-Bereich Facebook die Plattform der Wahl ist. Nicht weniger als 80 % der befragen Unternehmen sind hier aktiv. In der Automobilindustrie sind es sogar 100 %. Xing kommt derzeit in 78 % der Unternehmen zum Einsatz.

Besonders beliebt ist das Xing-Netzwerk in der Beratungsbranche: Mit 94 % ist fast jedes befragte Beratungsunternehmen in Xing vertreten.

In der Logistikbranche gibt es besonders viele Blogger und Twitter-Freunde

Der Micro-Blogging-Kanal Twitter folgt mit 65 % und wird vor allem von IT- und Telekommunikationsunternehmen genutzt (80 %). Rund 40 % der Unternehmen setzen auf einen eigenen Blog. In der Transport- und Logistikbranche hat aktuell zwar erst jedes fünfte Unternehmen einen eigenen Blog, weitere 80 % wollen allerdings einen eigenen Blog einführen.

Gefragt nach den individuellen Zielsetzungen des Social-Media-Engagements, sind sich die Unternehmen, unabhängig von der Branche, einig: Über 80 % wollen ihr Image verbessern. Weiteren 67 % der befragten UNternehmen geht es vor allem darum, bestehende Kunden an sich zu binden; 60 % gaben an, neue Kunden gewinnen zu wollen.

„Dabei sein ist alles“ lautet der Leispruch von fast jedem zweiten, vom Arbeitskreises für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation, befragten Unternehmen. Es sei heutzutage schlicht ein Muss, soziale Medien zu nutzen. Ihren Absatz wollen übrigens nur 35 % über die neuen Kanäle steigern.

Für die meisten Elektrounternehmen ist Social Media ein Fremdwort

Die „alten Hasen“ bei der Nutzung sozialer Netzwerke sind dienstleistungsorientierte Unternehmen wie IT-Firmen, Agenturen oder Beratungsunternehmen. Automobilbranche. Die Bauwirtschaft und Elektroindustrie tun sich hingegen noch schwer, Social Media als Kommunikationskanal zu etablieren.

„Es sind die oftmals noch fehlenden organisatorischen Rahmenbedingungen, die eher traditionell geprägten Unternehmen den Zugang zu Social Media erschweren“,erläutert Jacqueline Althaller, Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation und Inhaberin von Communication Presse und PR, die Umfrageergebnisse.

Für Social-Media-Aktivitäten gibt es häufig kein Budget

Die aktuellen Fakten belegen einmal mehr, dass an Social Media zwar kaum ein Unternehmen mehr vorbeikommt, das Thema aber nach wie vor mehr taktisch als strategisch betrieben wird. Im Vergleich zur ersten Umfrage des Arbeitskreises in 2011 hat sich an dieser Stelle nur wenig getan. Es fehlt meist noch immer an finanziellen Ressourcen. Auch im Jahr 2012 gibt es noch kaum Budgets für Social Media und auch die Prognosen für das nächste Jahr sind eher zurückhaltend.

Die Management Summary der Studie steht unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit.

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