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Glücksatlas 2016 „Wessis“ sind die zufriedeneren Deutschen

Die subjektive Lebenszufriedenheit in Deutschland ist 2016 in einer Skala von 0 bis 10 auf einen Höchstwert von 7,11 Punkten gestiegen – zuletzt erreichte Deutschland diesen Wert 2001. Den Ausschlag für den diesjährigen „Glückssprung“ geben die Westdeutschen mit einer auf 7,16 verbesserten Lebenszufriedenheit, wogegen die Ostdeutschen geringfügig unglücklicher geworden sind und aktuell bei 6,88 Punkten liegen.

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Stellten den Glücksatlas vor (v.l.): Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Uni Freiburg), Jürgen Gerdes (Konzernvorstand Deutsche Post DHL) und Prof. Dr. Christof Ehrhart (Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL).
Stellten den Glücksatlas vor (v.l.): Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Uni Freiburg), Jürgen Gerdes (Konzernvorstand Deutsche Post DHL) und Prof. Dr. Christof Ehrhart (Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL).
(Bild: Dirk Laessig)

Das Schwerpunktthema des Deutsche Post Glücksatlas 2016 ist die „kulturelle Vielfalt“ und ihr Zusammenhang mit der Lebenszufriedenheit. Reinhard Schlinkert vom Bonner Meinungsforschungsinstitut dimap untersuchte in einer repräsentativen Umfrage (1001 Befragte über 18 Jahre im Frühsommer 2016), wie offen und tolerant die Deutschen gegenüber der kulturellen Vielfalt in Deutschland sind – und welchen Einfluss diese auf ihre persönliche Lebenszufriedenheit hat.

Die Ergebnisse sind in Bezug auf die aktuell geführte Debatte über Zuwanderung interessant. Eine klare Mehrheit von 75 % der Befragten sieht Deutschland als weltoffenes und tolerantes Land, lediglich 19 % sehen das nicht so.

Breites „Ja“ zur kulturellen Vielfalt

Dieser positive Befund lasse keinen Zweifel daran, dass kulturelle Vielfalt von einer großen Mehrheit bejaht werde, so die Deutsche Post in einer Zusammenfassung der Glücksatlas-Ergebnisse. 86 % meinen, dass Einheimische und Zuwanderer viel voneinander lernen können. 67 % finden es gut, dass das Land durch die Einwanderung vielfältiger wird, und 62 % sehen im Zusammenleben von Personen aus unterschiedlichen Kulturen alles in allem mehr Vorteile als Nachteile.

Generell sind die Ostdeutschen skeptischer als die Westdeutschen: Während es im Westen 70 % der Menschen gut finden, dass Deutschland durch die Einwanderung vielfältiger wird, sind es im Osten nur 56 %. Eine Schlüsselerklärung ist nach Einschätzung des Glücksatlas sicherlich der persönliche Kontakt. 88 % der Westdeutschen geben an, persönlich Kontakt zu Menschen zu haben, die nicht in Deutschland geboren wurden. Bei den Ostdeutschen sind es nur 62 %.

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