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Flurförderzeuge Wie der Phönix aus der Asche – und nun auf Expansionskurs

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Nach dem Aus 2002 war an ein derartiges Comeback des Staplerherstellers Clark Europe wohl nicht zu denken. Mit der Unterstützung der koreanischen Dachmarke Young An kam das Unternehmen wieder zu Kräften, startet nun 2014 so richtig durch und plant, sich strategisch als Vollsortimenter zu positionieren.

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Mit dem neuen Duisburger Standort wird Clark Europe dem gestiegenen Auftrags- und Servicevolumen gerecht und hält sich sogar noch Flächen frei.
Mit dem neuen Duisburger Standort wird Clark Europe dem gestiegenen Auftrags- und Servicevolumen gerecht und hält sich sogar noch Flächen frei.
(Bild: Sonnenberg)

Man könnte fast meinen, der verlorene Sohn sei zurückgekehrt. Denn Anfang Februar 2014 bezog die Clark Europe GmbH ihren neuen Firmensitz im Businesspark Niederrhein in Duisburg-Rheinhausen. Der Umzug vom Traditionsstandort Mülheim an der Ruhr in die eigene und größere Immobilie nach Duisburg ist ein unverkennbares Indiz des anhaltenden Wachstums und Erfolgs des Gabelstaplerherstellers. Auf einer nunmehr 15.000 m² großen Fläche, auf der bislang lediglich 5000 m² konkret genutzt werden, bleibt demnach noch genug Platz für den geplanten Wachstums- und Expansionskurs des Unternehmens.

Standort gewährleistet optimale Anbindungen

„Im Gegensatz zum Mülheimer Standort verfügen wir nun über Expansionsmöglichkeiten, die sich auch auf benachbarte Grundstücke erstrecken könnten“, sagt Rolf Eiten, Chief Operating Officer der Clark Europe GmbH. Der Umzug nach Duisburg ermöglicht darüber hinaus erweiterte infrastrukturelle Möglichkeiten für Mitarbeiter, Werkstatt, Montagefertigung sowie Neugeräte- und Ersatzteillagerung.

„Mit dem neuen Standort in Duisburg werden wir unserem gestiegenen Auftrags- und Servicevolumen gerecht“, so Eiten weiter. Das Unternehmen hat darauf Wert gelegt, dass der Standort optimale Anbindungen gewährleisten kann. So liegt der Businesspark strategisch günstig an der Autobahn A40 und der Schnittstelle von Rheinschiene und Ruhrgebiet. Die unmittelbare Nähe zum internationalen Flughafen Düsseldorf und Containerhafen Duisburg sprach wohl ebenfalls für den Standort.

Neues Schulungszentrum für die Aus- und Weiterbildung

Die neuen Räumlichkeiten bieten zudem Platz für ein Schulungszentrum, das so angelegt ist, dass abseits vom Tagesgeschäft und mit separatem Zugang Trainings und Schulungen durchgeführt werden können. Die betrieblichen Einrichtungen im Werkstattbereich eröffnen dem Staplerhersteller den individuellen Umgang mit den Bedarfen für kundenspezifische Fahrzeugausrüstungen. So ermöglicht die vorhandene Lackiererei erstmalig die Option, komplette Fahrzeuge oder einzelne Teile zu lackieren. Auch die unmittelbare Nähe des Neumaschinenlagers zum Werkstattbereich und die vorhandenen großzügigen Stellflächen erleichterten die Wahl des Standorts.

Pünktlich zur Cemat werden neue Elektro-Niederhubwagen vorgestellt

Der Bezug der neuen Duisburger Zentrale ist nicht die einzige Neuigkeit, die Clark für 2014 angestrengt hat. „Noch in diesem Jahr stellen wir die bei Clark in Serie gefertigten Baureihen PX, SX und SRX vor. Wir gehen davon aus, dass die Markteinführung gerade unserer neuen Schubmaststapler, Nieder- und Hochhubwagen erfolgreich sein wird“, erklärt Eiten die Aufstellung im Segment Lagertechnik. Pünktlich zur Cemat 2014 bietet der Staplerhersteller mit dem neuartigen Elektro-Niederhubwagen PX 20 und den Elektro-Hochhubwagen SX 12/16 eine robuste Lösung für Staplerarbeit in Verkaufs-, Lagerraum und Produktionshalle. Nachdem Clark mit der Baureihe PX und SX wichtige Kernprodukte im Lagertechnik-Sortiment entwickelt hat, wagt sich der Flurförderzeugspezialist nun an die Königsdisziplin der Lagertechnik. Die Entwicklungsarbeit dazu ist bereits im vollen Gange: erste Prototypen der Clark-Schubmaststapler SRX14 und SRX16 konnten den Angaben zufolge in Testeinsätzen überzeugen. Mit Tragfähigkeiten von 1,4 bis 1,6 t und Hubhöhen bis 10,5 m sollen die Schubmaststapler in spe zukünftig einen wichtigen Kernbereich des innerbetrieblichen Transports abdecken. Mit ihrer robusten Bauweise nach altbewährtem Clark-Prinzip „built to last“ – so viel solider Stahl wie möglich und nur so viel Kunststoff wie nötig – reihen sich die neuen Produkte problemlos ins Sortiment. Auch in puncto Ergonomie punkten die Stapler. Dank einem funktionellen Ergonomiekonzept müssen die Fahrer keine unnötigen Handgriffe tätigen und können so Fahrbefehle schnell und sicher ausführen.

Neben den neuen Elektro-Niederhubwagen und -Hochhubwagen komplettiert Clark unter anderem mit neuen Baureihen der Burden Carrier seine Produktoffensive. Mit der Übernahme der Produktion eines US-amerikanischen Burden-Carrier-Herstellers erschließt Clark nun mit Personentransport- und elektrischen Nutzfahrzeugen komplett neue Anwendungsfelder unter anderem in Industrie, Handel, Facility Management und Freizeit. „Es handelt sich dabei um Fahrzeuge für den innerbetrieblichen Transport von Mensch und Material. Entsprechend finden sie Verwendung im Logistik- und Fabrikumfeld, auch in der Sparte Erholung, Hotel und Freizeitgestaltung“, so Eiten weiter. Dabei zeichnen sich die Burden Carrier durch die AC-Technologie aus, ein Segment, in dem sich Clark sehr wohlfühlt.

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