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Maschinenbaustudie 2014 Wie Deutschland Exportschlager bleiben kann

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Trotz eines geringen Rückgangs der Maschinenausfuhren von 149,4 auf 149,0 Mrd. Euro im Jahr 2013 ist die deutsche Führungsposition im Export unbestritten. Weiterhin nimmt China einen wichtigen Platz als Maschinenbauabsatzmarkt ein. Jedoch sind die deutschen Exporte nach China zum zweiten Mal in Folge gesunken.

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Die deutsche Maschinenbauindustrie steht vor großen Herausforderungen.
Die deutsche Maschinenbauindustrie steht vor großen Herausforderungen.
(Bild: Alix Partners)

Die Frage, die sich heimische Unternehmen stellen müssen ist die, wie sie ihre herausragende Position im Weltmarkt auch in Zukunft halten und in neue Märkte vorstoßen können. Themen wie Internationalisierung und Lokalisierung sind aktueller denn je. Auch politische Geschehnisse, wie die Entwicklungen in Russland und in der Ukraine, bleiben nicht ohne Folgen. Darauf verweist eine neue Studie zur deutschen Maschinenbauindustrie, die vom global tätigen Beratungsunternehmen Alix Partners unlängst veröffentlicht wurde.

Globaler Umsatz stieg jährlich um 9 %

Die weltweite Maschinenbauindustrie ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen – lediglich im Jahr 2013 ist von einer Stagnation auszugehen. Der globale Umsatz im Maschinenbau stieg laut Alix Partners in den vergangenen zehn Jahren (bis 2012) um durchschnittlich 9 % pro Jahr. Mit einem Welthandelsanteil von 14 % ist Deutschland weiterhin die führende Exportnation im Maschinenbau, gefolgt von den USA und China. Allerdings sank der Handelsanteil deutscher Firmen insgesamt von 19 % im Jahr 2009 auf 14 % (2012). 2013 stagnierten die Maschinen-exporte deutscher Unternehmen bei knapp 149 Mrd. Euro, und in den ersten Monaten 2014 lagen die Auftragseingänge etwas unter dem Vorjahresniveau.

Starke Präsenz chinesischer Maschinenbauer in ihrem Heimatmarkt

Experten erwarten für das aktuelle Jahr einen Anstieg des Welthandelsvolumens bis 5 %, an dem zu einem gewissen Maße auch deutsche Marktteilnehmer, vor allem aber China, teilhaben dürfte. Denn der weltweite Aufschwung in der Maschinenbauindustrie wird vornehmlich von der zunehmenden Industrialisierung in den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, deren Abstand zu den etablierten Industrienationen schwindet. „Der wesentliche Treiber für den Maschinenbau in den Schwellenländern, die industrielle Produktion, ist in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 6 % jährlich gewachsen – während die entwickelten Märkte beinahe stagnierten“, sagt Roman Zeller, Managing Director bei Alix Partners. „Für den deutschen Maschinenbau bietet diese Entwicklung Chancen und Risiken zugleich: Einerseits eröffnen sich durch die deutsche Technologieführerschaft und die zunehmende Technologisierung der Schwellenländer auch in der industriellen Fertigung ganz neue, wachstumsträchtige Perspektiven. Andererseits ist die Präsenz chinesischer Maschinenbauer in ihrem Heimatmarkt stark. Sie werden alles tun, um in Emerging Markets und Industrienationen zu expandieren“, so Zeller weiter.

Deutsche Technologieführerschaft in China unbestritten

Insgesamt bleibt die globale Entwicklung der Maschinenbauindustrie stark abhängig von der Entwicklung Chinas als Absatzmarkt. Rund 30 % der globalen Nachfrage werden aktuell seitens China generiert – der Import von Maschinenbaugütern in die Volksrepublik stieg von 2003 bis einschließlich 2012 um jährlich 9 %. Erste Indikatoren deuten allerdings auf ein Ende dieser stabilen Wachstumsphase hin, die nach Expertenansicht auf nicht nachhaltigen Überinvestitionen basierte, die inzwischen zu einer hohen Staatsverschuldung Chinas geführt haben. Hierdurch können sich Risiken für den weltweiten Maschinenbau ergeben.

Unabhängig von volkswirtschaftlichen Aussichten hat sich der deutsche Maschinenbau in China einen guten Namen gemacht: Die Technologieführerschaft deutscher Hersteller ist auch am chinesischen Markt unbestritten. Selbst chinesische Wettbewerber erkennen einen deutlichen Vorsprung der Deutschen in Sachen Präzision, Produktivität, Lebensdauer oder Energieeffizienz. Durch verbesserte Instandhaltung und Service wollen chinesische Hersteller nun diese Lücke schließen und global expandieren. Konzentriert sich der chinesische Maschinenbau aktuell noch vornehmlich auf die Expansion in Schwellen- und Entwicklungsländern, vor allem Russland, Südostasien, Indien und Brasilien, so wird ab 2015 ein verstärktes Engagement auch in den entwickelten Industrienationen wie den USA und den Ländern West- und Mitteleuropas erwartet.

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