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Future Electronics Wie ein globales IT-System die Lagerverwaltung verbessert

| Redakteur: Robert Weber

Future Electronics verbessert die Reaktionsfähigkeit auf schwankende Nachfrage und auf die Verfügbarkeit der gängigsten Produkte mittels selbst entwickelter Logistik-Software. Das Unternehmen kann durch die neue, weltweit installierte Lagerverwaltung seinen Kunden die Zustellung der 100.000 gängigsten Komponenten am nächsten Werktag nach Auftragseingang ermöglichen.

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Voll automatisiertes Order-Picking-System. (Bild: Future Electronics)
Voll automatisiertes Order-Picking-System. (Bild: Future Electronics)

Das neue Inventory Management System (IMS) wurde von Future Electronics selbst entwickelt. Es überwacht die Auslieferung an Kunden und den Wareneingang der Hersteller und ermöglicht eine Echtzeitkalkulation, wie lange der Lagerbestand von 250.000 vorrätigen Teilen ausreicht.

Der Einblick in die Verfügbarkeit der Komponenten beruht dabei auf der aggregierten Kundennachfrage. Der Einführung ging eine mehr als zweijährige Entwicklungs- und Testphase bis zur abschließenden Inbetriebnahme voran.

Orientierung an der tatsächlichen Nachfrage

Die Lagerbestände in den drei großen Distributionszentren in Memphis (Amerika), Leipzig (EMEA) und Singapur (Asien) orientieren sich nun exakter als bisher an der tatsächlichen Nachfrage der Kunden. Die Vorgängersysteme funktionierten auf Basis der täglichen Einkaufsentscheidungen der Teams an Asset Managern.

Im Gegensatz dazu bietet das neue Inventory Management System durch den höheren Automatisierungsgrad eine gesteigerte Effizienz, wodurch sich die Asset Teams auf strategische Investitionsentscheidungen konzentrieren können.

Der Funktionsumfang des IMS

Der Funktionsumfang des IMS ermöglicht:

  • Weltweiten Einblick in den Lagerbestand von mehr als 250.000 Komponenten (den sogenannten SKUs – Stock Keeping Units)
  • Die Berechnung der Auswirkungen variabler Größen auf die Lagerbevorratung.

Dazu werden die Schwankungen in der Nachfrage und veränderte Lieferzeiten der Hersteller betrachtet. Jede SKU wird anhand von 38 Faktoren bewertet.

Zu den Bewertungskriterien zählen Faktoren wie Bestellvolumen und Wichtigkeit für Kunden. Aufbauend auf dieser Bewertung werden Entscheidungen zur Lagerhaltung jeder SKU getroffen.

Die Aufträge für den Einkauf durch die Mitarbeiter im Asset Management werden aufbauend auf gewünschter Bevorratung gefällt. Die Komponentenverfügbarkeit wird aufbauend auf der Nachfrage gewählt.

Die Lagerhaltung von Future Electronics beruht auf dem Grundsatz, dass die am häufigsten nachgefragten Komponenten am Tag nach der Bestellung ausgeliefert werden können.

Die Vorratshaltung entspricht zumindest der Lieferzeit der Hersteller

Die Vorratslagerhaltung für diese Teile ist dementsprechend mindestens so groß wie die Lieferzeit der Hersteller. Durch die automatisierte Kontrolle der Lagerbestände über mehr als 250.000 Bauteile hinweg und die Analyse des Nachfrageverhaltens der Kunden und der Einbeziehung der Lieferzeiten erlaubt das IMS eine Lagerhaltung, die der Nachfrage entspricht. Damit konnte der Distributor sein Ziel, die 100.000 wichtigsten Komponenten am Tag nach der Bestellung auszuliefern, konsequent umsetzen.

„Future Electronics hat schon immer hohe Summen in einen umfangreichen Lagerbestand investiert, um Bauteile dann für seine Kunden verfügbar zu haben, wenn sie benötigt werden. Durch das IMS sind wir nun sicher, dass wir die Bauteile vorrätig haben, die von unseren Kunden am häufigsten nachgefragt werden und zwar mit dem nötigen Puffer um die Lieferzeit der Hersteller an jedem Tag im Jahr berücksichtigen zu können“, so Dan Casey, Managing Director Future Electronics EMEA.

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