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Zustellung Wie Hightech und Logistik zusammenwachsen

Autor / Redakteur: Ulrich Nolte / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Um Stillstandszeiten in hoch technisierten Fertigungsprozessen und beim Einsatz kostenintensiver Maschinen zu minimieren, binden Hightechunternehmen Logistikdienstleister zunehmend in ihre Supply-Chain-Prozesse ein. Bei GO! haben kurze Reaktionszeiten und maximale Flexibilität Standardlösungen längst abgelöst.

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Bei der Zustellung ohne feste Adresse oder außerhalb von Ortschaften ist die Flexibilität des KEP-Dienstleisters besonders gefordert.
Bei der Zustellung ohne feste Adresse oder außerhalb von Ortschaften ist die Flexibilität des KEP-Dienstleisters besonders gefordert.
(Bild: GO!)

In vielen Bereichen des täglichen Lebens hat sich der Anspruch auf eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit etabliert. Nicht nur IT-Dienstleistungen werden rund um die Uhr beansprucht; immer neue Dienstleistungen richten sich nach dem Wunsch der Kunden für permanente Erreichbarkeit. Aber auch produzierende Gewerbe sind im Zuge der Globalisierung in eng verzahnte Supply-Chain-Strukturen eingebunden, die keine oder nur kurze Ruhephasen kennen.

Auf maximale Effizienz ausgelegte Fertigungsstraßen verfügen daher über inhärente Kontrollsysteme, die jeden einzelnen Herstellungsschritt vermessen, um frühzeitig Mängel beseitigen oder reduzieren zu können. Auch in der Prozessqualifikation und der Endkontrolle werden solche Messsysteme eingesetzt. Vor allem in den Branchen Fahrzeugbau, Luftfahrt und Energie sind solche vollautomatischen Kontrollen heutzutage Standard. Unterbrechungen dieser hochkomplexen Herstellungsprozesse gilt es um jeden Preis zu vermeiden, denn sie führen zum Abriss sensibler Produktionsketten und ziehen finanzielle Schäden nach sich.

Bei der Aufrechterhaltung dieser Abläufe spielen Logistikdienstleister eine immer größer werdende Rolle. Um den wachsenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, entwickelten sich einige Dienstleister zu Spezialisten und erweitern in diesem Zuge ihr Leistungsspektrum erheblich. Sie sind längst zu Partnerunternehmen gewachsen und übernehmen Aufgaben, die weit über die eines Logistikdienstleisters im ursprünglichen Sinne hinausgehen.

GO! Express & Logistics hat sich auf diese Art der maßgeschneiderten logistischen Unterstützung spezialisiert. Um Stillstandszeiten von Produktionen zu minimieren, richten sich die Zeitfenster für Reparaturen nach Produktionszeiten. Das hat zur Konsequenz, dass die Abholungen und Anlieferungen sehr früh morgens oder spät abends erfolgen. Zuverlässigkeit und Termintreue sind hier Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Ablauf.

Ein dezentrales Stationsnetz ermöglicht kurze Reaktionszeiten

Neben Schnelligkeit ist auch ein hohes Maß an Flexibilität notwendig, um das Serviceversprechen einzulösen. Zum Beispiel, wenn Zustellorte keine feste Adresse haben oder sogar außerhalb von Ortschaften liegen, weit weg von Straßenschildern. Die Sanierung des rund 540.000 km langen Kanalnetzes in Deutschland wird heutzutage meist grabenlos durchgeführt. Hochtechnisierte Spezialfahrzeuge steuern robotische Systeme, die Kanäle kontrollieren und bei Bedarf von innen sanieren, ohne dass Baggerarbeiten notwendig sind. Die Fahrzeuge gleichen daher komplexen Leitständen und beherbergen je nach Größe eine ausgeklügelte Infrastruktur für die Arbeit über Tage: Strom, Wasser, Druckluft, Spülaggregat, eine ergonomisch geformte Werkstatt, Systemsteuerung, Videolabor und sogar einen Aufenthaltsraum. Die Roboter selbst kommen permanent unter erschwerten Bedingungen zum Einsatz, was das Risiko eines Defekts erhöht. Um diese sehr teuren Einsatzfahrzeuge bestmöglich auszulasten, sind sie oft Tag und Nacht in Betrieb. Kommt es zu Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten, bedeutet dies nicht nur höhere Kosten, sondern meist auch Beeinträchtigungen für die Anwohner. Eine schnelle Behebung der Störung liegt also im Interesse aller. Nur ein dezentral organisierter Dienstleister wie GO! ist in der Lage, in kurzer Zeit und rund um die Uhr die benötigten Ersatzteile oder Equipment zu liefern. Da die Positionen der Sanierungsfahrzeuge oft nicht genau bestimmbar sind, ist es wichtig, dass der persönliche Austausch zwischen Kunden und Kurierfahrern reibungslos funktioniert und die Auftragsabwicklung völlig flexibel gestaltet werden kann. Diese Flexibilität beginnt bei der Sendung selbst, da im Vorfeld nie klar ist, ob eine einzige kleine Schraube oder gar ein 60 kg schwerer Roboter geliefert werden muss.

Logistik beschränkt sich nicht mehr nur auf die Lieferung

Wahrend viele Dienstleistungen rund um die Uhr im Hintergrund laufen und eine oft aufwendige Logistik die Betriebssicherheit aufrechterhält, finden andere Services wiederum ausschließlich nachts – und somit für viele Menschen im Verborgenen – statt. Die Reinigung von Schwimmbeckenboden beginnt mehrere Stunden, nachdem die Gäste das Schwimmbad verlassen haben. Diese Ruhephase ist wichtig, da Schmutzpartikel nur langsam auf den Boden absinken. Roboter fahren selbstständig systematisch den Boden ab und sorgen für hygienisch saubere Fliesen. Der Ausfall eines Reinigungsroboters gefährdet den Betrieb des Hallen- oder Freibades und bedeutet so finanzielle Einbußen für den Betreiber. Nur durch optimale Schnittstellen zwischen Kunde und Logistikdienstleister ist es möglich, in kurzer Reaktionszeit die Lieferung des benötigten Ersatzteils oder – im Falle eines Falles – auch eines Ersatzroboters zu organisieren.

Die Entwicklung hin zu immer termingenaueren und umfangreicheren Servicedienstleistungen mit immer kürzeren Reaktionszeiten führte dazu, dass sich die Logistikbranche diesen Anforderungen anpasste. GO! ist in einigen Fällen bereits in die Supply Chain und Warenwirtschaft seiner Kunden eingebunden.

In einigen Fällen ist GO! sogar in die Supply Chain und Warenwirtschaft seiner Kunden eingebunden.
In einigen Fällen ist GO! sogar in die Supply Chain und Warenwirtschaft seiner Kunden eingebunden.
(Bild: GO!)

Im Gegenzug verfügen die Kunden über die Zustellressourcen und Lagerkapazitäten des Dienstleisters. Als ein Spezialist für Hochverfügbarkeitslogistik ist GO! in der Lage, je nach Vereinbarung innerhalb eines engen Zeitfensters von einer halben bis vier Stunden benötigte Ersatzteile zu liefern. Das setzt voraus, dass die verkehrstechnisch am besten gelegenen Stationen des über 100 GO!-Standorte umfassenden Netzwerks als sogenannte Emergency-Läger vom Kunden vorgegebene Ersatzteile vorhalten. Für Kunden, die eine hundertprozentige Betriebsbereitschaft als Dienstleistung garantieren, kommen speziell geschulte technische Kuriere zum Einsatz. Meldet beispielsweise ein Remote-Wartungssystem eines Kunden aus dem IT-Bereich einen fehlerhaften Drucker oder Bildschirm, wird sofort ein Auftrag zum Austausch des Geräts ausgelöst. Die technischen Kuriere übernehmen dann nicht nur die Zustellung, sondern auch den Austausch und fahren anschließend das defekte Gerät in das Reparaturzentrum des Kunden. In Fällen, in denen die Arbeiten nur durch ausgebildete Fachtechniker durchgeführt werden können, werden die Anfahrtswege so weit koordiniert, dass die Übergabe der Ersatzteile von dem Kurier an den Techniker an einem logistisch günstigen Ort stattfindet. Die Vermeidung von doppelten Wegstrecken führt zu wertvoller Zeitersparnis und sorgt für eine schnelle Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft. ■

* Ulrich Nolte ist Geschäftsführer der GO! Express & Logistics (Deutschland) GmbH in 53119 Bonn, Tel. (02 28) 2 43 93-0, info@general-overnight.com

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